Pizza Pugliese (Kochblog-Event 39)

Doch! Natürlich hab ich gelesen, dass dieser Herr vor kurzem ebenfalls Pizza Pugliese vorgestellt hat. Ich hab auch einen ganz schönen Schreck bekommen, weil ich im ersten Moment dachte, ich müsste mir ein neues Rezept für das Tarte-Blog-Event suchen. Aber dann sah ich, dass lamiacucina sowohl den Teig als auch den Belag ganz anders macht als ich, und entschloss mich, mein Rezept des apulischen Zwiebelkuchens dennoch vorzustellen. Ich verwende keine Tomaten und keinen Mozzarella, sondern nur Zwiebeln und Pecorino. Die Teigmenge reicht für drei bis vier Bleche, je nachdem wie dünn man die Pizza mag, der Belag ist hingegen nur für zwei Bleche gerechnet, denn ich mache für ein Pizzaessen immer verschiedene Sorten.

Teig (3-4 Bleche)
750 g Mehl 405 (davon eventuell 100 g Gries)
20 g Hefe
Salz
30 g Olivenöl
375 g Eiswasser (eventuell etwas mehr)

Belag (2 Bleche)
500 g weiße Zwiebeln
200 g Pecorino
Olivenöl
Salz, Pfeffer, Oregano

Zubereitung
Für den Teig löst man die Hefe in etwas Eiswasser aus, vermischt das ganze mit dem Mehl, fügt noch soviel Wasser hinzu, dass ein weicher Teig entsteht. Dann kommen die restlichen Zutaten hinzu, und man knetet einen schönen, glatten Hefeteig daraus, ohne Vorteig. Dann teilt man den Teig in drei oder vier Kugeln, legt sie auf eine Platte, bedeckt sie mit Klarsichtfolie und lässt sie eine Stunde im Kühlschrank gehen. Eiswasser, die relativ geringe Menge Hefe und die kurze Gehzeit sorgen dafür, dass der Teig nicht zu stark geht, denn die italienische soll im Gegensatz zur amerikanischen Pizza nicht zu brotig werden. Bei Witzigmann hab ich mal gelesen, dass er auf die Zugabe von Honig schwört, schaden tut dieser auf alle Fälle nicht.

Während der Gehzeit schneidet man die Zwiebeln in dünne Halbringe, reibt den Käse und heizt den Ofen so heiß es geht. Nach der Gehzeit wellt man einen Teigknödel auf einem Blech aus, bildet einen Rand und verteilt eine dünne Ölschicht darauf. Dann Zwiebeln, Käse und Gewürze zufügen. Auf der untersten Schiene acht bis zwölf Minuten backen, bis der Belag eine schöne Farbe hat.

Mit dem hinzugezogenen Wein war ich nicht so zufrieden, ein Nero d’Avola Sicilia IGT 2007 von Avogadri, der fast schon ein Süßwein ist, Aromen nach eingekochten Preiselbeeren und Rauch, pappig süß im Geschmack, es fehlen die feinen Beerennoten des Nero d’Avola und eine strukturierende Säure. Ich habe den Eindruck, dass Jacques Weindepot bei seinen Angebotsweinen immer mehr in die Marmeladenweinmasche abdriftet.

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14 Antworten zu „Pizza Pugliese (Kochblog-Event 39)“


  1. 1 Eva 14. Oktober 2008 um 11:29

    Sieht das verlockend aus! Man sollte nie (!!!) Foodblogs mit leerem Magen lesen :-)

  2. 2 wolfhos 14. Oktober 2008 um 11:49

    Tja, leider kann ich kein Stück Pizza virtuell rüber schieben.

  3. 3 kulinaria katastrophalia 14. Oktober 2008 um 16:18

    Das sieht gut aus und die Kombination Oregano-Pecorino überzeugt; der Käse war aber jüngeren Datums, oder?

  4. 4 wolfhos 14. Oktober 2008 um 16:30

    Ja, eher Gouda als Parmesan ;-)

  5. 5 Bolli 14. Oktober 2008 um 16:47

    3-4 Bleche? dann ist doch sicher eins gerade per UPS Express in Richtung Paris unterwegs, oder?!!!!

    Käme gut heute abend!

  6. 6 wolfhos 15. Oktober 2008 um 8:37

    Da hat sich leider der UPS-Mann schon drüber her gemacht, *hähähä

  7. 7 rike 15. Oktober 2008 um 19:36

    Das wird sicher nachgebacken. Bei mir wird immer jedes Blech einzeln belegt, das ist also einfach perfekt. Danke für die Teilnahme am Blogevent!

  8. 8 wolfhos 15. Oktober 2008 um 20:45

    Es war mir ein Vergnügen :-)

  9. 9 gerd 19. März 2009 um 15:10

    Sieht lecker aus, werde ich mal versuchen.


  1. 1 Fischbloggen am Mittwoch: Pizza mit Meeresfrüchten « Hausmannskost 2.0 Trackback zu 11. Februar 2009 um 12:57
  2. 2 Gewürze-Blog, Gewürzinfos und Kochrezepte, Gewürze billig bestellen, Trackback zu 19. März 2009 um 15:10
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