Archiv für Juli 2009

Neue Interviews

Nachdem ich festgestellt habe, dass mein Interview mit Irfan Skiljan über das Schreiben von Freeware (Irfan View) recht populär ist und sogar von der englischen Wikipedia verlinkt ist, habe ich mich entschlossen, mal wieder in HTML zu arbeiten und ein paar weitere Interviews von mir auf meine Webseite zu stellen. Es sind:

mozilla_kDan Mills und Aza Raskin

von den Mozilla Labs über die Zukunft des Browsers.

robertbasic_kRobert Basic

(noch zu Basic-Thinking-Zeiten) über das erfolgreiche und geldvermehrende Bloggen.

kuepperfahrenberg_kJörg Küpperfahrenberg

Rechtsanwalt aus Essen über Internet-Abzocker und erfogreiche Gegenwehr.

zorbach_kThomas Zorbach

YouTube-Filmer und Experte für virales Marketing, über Konzipieren und Verbreiten von Clips im Web 2.0.

holzhauer2_kFlorian Holzhauer

vom Chaos Computer Club (CCC) über Hackerglück und Hackerethik.

Sachsen und Badenser klauen Schnaps!

Den Blut- und Bärwurz klauen sie aus dem Bayerischen Wald, um es genau zu nehmen. Und behalten sollen sie ihn! Bis auf den letzten Tropfen. Das ist meine Meinung. Schade um die schönen Steingutflaschen.

Gegrillte Käsepäckchen in Alufolie

Beim Grillen gibt es bei uns immer gegrilltes Brot aus frischem Hefeteig. Dazu Kräuterbutter oder eben Käsepäckchen. Zum Beispiel

Ein trocken getupfter Feta-Käse
Öl, Pfeffer (keine Salz)
Lavendel, Thymian, Melisse, Salbei, Basilikum
eventuell Kreuzkümmel, Chili

käse_kräuter

oder:

Ein trocken getupfter Feta-Käse
Zwiebel, Knofi
gewürfelte Tomaten (ohne Kerne und Flüssigkeit)
Kapern, Baslilikum
Pfeffer

käse_tomata

Griechisches Zitronenhuhn mit Feta-Käse

Ein schönes Sommeressen, auf der Terrasse zu genießen.

huhn

Ein zerteiltes Huhn oder Schenkel und Brüstchen
6 Zwiebeln
Kartoffeln
2 Klötze Feta-Käse
Petersilie

Marinade
2 Zitronen
100 ml Olivenöl
5 Knoblauchzehen
Thymian
Salz und Pfeffer

Die Hühnerteile marinieren und ein paar Stunden ziehen lassen. Marinade auffangen. Kartoffeln in große Stücke schneiden, Zwiebeln vierteln und mit den Hühnerteilen auf einem Backblech verteilen. Je mehr Kartoffeln auf das Blech passen, desto besser ist es, aber nur in einer Schicht. Dann salzen, pfeffern und mit der restlichen Marinade übergießen. Bei 220 bis 200 Grad im Ofen backen, je nach Größe der Hühnerteile mindestens eine Stunde. Wenn Huhn und Kartoffeln gar sind aus dem Ofen nehmen und mit dem Feta und der Petersilie garnieren.

blech

Dazu passt ein Retsina (ich mag ihn) oder ein anderer kräftig-würziger Weißwein, auch mit Fassausbau. Ouzo trinke ich am liebsten im Sommer, wie Pastis, mit Wasser verdünnt und das Glas voll mit Eiswürfeln.

retsina

Gegrilltes Ei

Es geht und es schmeckt köstlich:

eier2

eier1Schöner wäre es natürlich, wenn das Eigelb heil geblieben wäre.

eier

Pressgarnele aus Fischabfällen

Langsam frage ich mich, was überhaupt noch echt ist in userer Nahrung. Analogkäse hatten wir ja schon, jetzt stoße ich auf die Surimi-Garnele, die schön nach Sushi oder Indischem Ozean klingt, in Wirklichkeit aber aus gepressten Fischabfällen und Aromastoffen besteht. Brrrrr! Warum darf so etwas Garnele heißen?

Nachtrag: Auch der Spiegel hat einen Artikel zum Thema.

Campari-Schleichwerbung

Hier ist wohl jemand auf die schnelle Kohle aus und traut der Kraft seiner eigenen Musik nicht. Kein Wunder. Wer den Song nicht erträgt, wofür ich tiefes Verständnis habe, spule vor zu Sekunde 21 oder 44. (Eventuell wird vor dem Video noch ein kurzer Werbeclip eingeblendet.)

REWE macht Cotton made in Africa

Die REWE Group (sic!) posaunt heute in die Welt, dass sie der Initiative „Cotton made in Africa“ beigetreten ist. „Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Politik sowie Nichtregierungsorgansisationen werden rund 150.000 afrikanische Kleinbauern in effizienten und umweltschonenden Anbaumethoden geschult. Ziel ist es, die Qualität der Baumwolle zu verbessern und die Erträge zu steigern.“ Das klingt ja ganz schön, aber ist es nicht so, dass die großen Discounter die Einkaufspreise der heimischen Bauern so weit drücken, dass diese nur überleben können, wenn sie mit Subventionen finanziert in aller Welt billig verkaufen können? So dass ein Allgäuer Bauer auf dem afrikanischen Mark konkurrenzfähig ist und die dortige Entwicklung der Landwirtschaft hemmt? So funktioniert doch die Globalisierung, meist auf Kosten der dritten Welt?

Und jetzt helfen die Discounter den afrikanischen Bauern PR-wirksam beim Baumwollepflanzen. „Mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe sollen die Bauern zunächst in Benin, Burkina Faso, Sambiaund Mosambik aus eigener Kraft die Armutsspirale dauerhaft durchbrechen.“ Find ich jetzt irgendwie zynisch, oder hab ich was falsch verstanden?!

Testsemmeln Teil I: Wasser

Derzeit versuche ich, die Broterzeugung etwas zu systematisieren und erzeugen Versuchsreihen mit Testsemmeln, mit denen sich bestimmte Teigeigenschaften nachweisen lassen. Der erste Versuch ging um den Wasseranteil im Teig und die Folgen für das fertige Gebäck.

Die normale Wassermenge im Weizenteig beträgt sechzig Prozent der Mehlmenge, auf ein Kilo Mehl kommen also 600 Gramm Wasser. Ich hatte drei Testsemmeln mit je hundert Gramm Mehl und fünfzig, sechzig beziehungsweise siebzig Gramm Wasser:

100 g Mehl
50/60/70 g Wasser (Teig 1,2 und 3)
4 g Hefe (das ist die Obergrenze, viel weniger kann ich nicht abwiegen)
1,5 g Salz

Kneten
Teig 1: trocken, rissig
Teig 2: geschmeidig, wollig
Teig 3: klebrig, klebt an den Händen

Formen
Teig 1: reißt an der Oberfläche
Teig 2: guter Stand
Teig 3: nur mit mehligen Fingern notdürftig formbar, kein Stand

semmel1

Gehen (1,5 h)
Teig 1: immer noch guter Stand, wenig gegangen
Teig 2: gut gegangen, dennoch gute Form
Teig 3: üppig gegangen, aber in die Breite

semmel2

Backen (25 min bei 240 Grad, auf 210 fallend)
semmel3
Geruch
Teig 1: frisch, teigig
Teig 2: frisches Gebäck
Teig 3: stärkster Röstgeruch

Krume/Kruste
Teig 1: härteste und dickste Kruste, aber etwas blass, Krume fest und etwas matschig bei Druck
Teig 2: ideale Krume und Porung, elastisch
Teig 3: grobe Porung, weiche Krume, weiche, aber schön geröstete Kruste

Geschmack
Teig 1: fast zu matschig, teigig
Teig 2: wunderbar luftig, elastisch
Teig 3: am würzigsten

semmel4

semmel5

semmel7

Fazit
Teig 1 hat eindeutig Wassermangel und sollte keine Verwendung finden. Er ist nicht richtig aufgegangen. Teig 2 und 3 sind Geschmackssache, Teig 2 entspricht eher dem klassischen Weißbrot, Teig 3 dem südländischen Fladenbrot. Mehr als 70 Prozent Wasser ist aber nicht ratsam, denke ich. Teig 2 sollte etwas länger bei hoher Temperatur gebacken werden, um eine schöne Kruste zu bekommen. Salz- und Hefemenge sind ausgewogen.

Probleme beim Test
Die Teige mit höherem Wasseranteil waren durch das Wasser insgesamt wärmer. Dennoch halte ich das Testergebnis von der Sensorik her für linear und damit nachvollziehbar. Außerdem war Teig 3 kleiner, da viel an den Händen hängen geblieben ist, was bei 100g sicherlich Einfluss hatte. Die stärkere Röstung von Semmel 3 lag sicher daran, dass sie dünner verlaufen war.

Übersicht Testsemmeln



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