Archiv für November 2009

Testsemmeln Teil III: Grieß

In diesen Test hatte ich relativ starke Erwartungen, da ich mir von Grieß im Teig einen guten Einfluss erhofft habe. Wie immer knetete ich drei Testsemmeln mit jeweils insgesamt 100 Gramm Mehl. Die erste hatte einen Anteil von 20 Gramm Hartweizengrieß, die zweite  40 Gramm und die dritte 60 Gramm. Der Rest war Weizenmehl 550 (80, 60 und 40 Gramm). Pro Semmel kamen dann 60 Gramm Wasser, 3 Gramm Hefe, 2 Gramm Salz, 1 Gramm Zucker und 5 Gramm Öl hinzu.

Schon beim Kneten zeigten sich deutlich die Unterschiede, je mehr Grieß desto elastischer, griffiger, aber auch kürzer war der Teig. Der mehlige hingegen war klebriger und geschmeidiger. Nach der Gehzeit hatte der mit dem wenigsten Grieß den besten Stand und ist auch am besten aufgegangen. Nach dem Backen hatte er die größte Porung und die stabilste Krume. Der Teig mit dem meisten Grieß war hingegen geschmacklich am besten, diese Semmel hatte am meisten Biss und schmeckte am vollsten und am wenigsten mehlig. Außerdem zeigte sich die knackigste Kruste

Fazit: Ein Anteil Grieß (20 bis 40 Prozent der Gesamtmehlmenge) verbessert den Geschmack, das Gebäck wird voller und weniger mehlig. Und er macht die Kruste knuspriger. Zu viel Grieß hingegen schädigt die Struktur des Brots.

Übersicht Testsemmeln.

Saubloggen am Mittwoch: Katze mit Schweinsgrippe und reiner Metaphysik

Saubloggen am Mittwoch: Hat sie zuvor ein Schwein gefressen? Oder im Schweinsstall übernachtet? Der Sau ein Bussi gegeben? Auch Tom Skinner vom US-Gesundheitszentrum in Atlanta hilft uns nicht weiter, sondern ergeht sich in reinster Metaphysik: „Wir wussten, dass dies mit großer Gewissheit passieren könnte“. Könnte? Da ist der Wurm nicht nur in Schwein und Katze, sondern gleich im Satz. Und im Frettchen auch noch. Oh weh.

5. Kulinarischer Adventskalender und 28. Weinrallye

Zwei Blog-Events stehen an. Die Weinrallye wird zu meiner großen Freude fortgesetzt, die Dezemberausgabe findet bei Thomas in Blog Weinverkostungen statt. Das Thema lautet Adventswein oder Wein zum Christstollen, ein besinnlicher Wein oder ein Wein, der zu Plätzchen passt.  Termin ist der 8. Dezember. Der Blogwinzer hat auch die nächsten Gastgeber verraten, im Januar ist Robert von Lamiacucina dran und im Februar Matthias von Social Wine (ex Viva Vino).

Um Advent geht es auch bei Zorra, sie startet den 5. Kulinarischen Adventskalender, jeden Tag wird ein neues Türchen geöffnet mit einem festlichen Rezept. Hausmannskost ist wie letztes Jahr auch wieder dabei, wann wird noch nicht verraten :-)

Wie immer die Übersicht über die bisherigen Weinrallyes:

#27 Wein von der Tankstelle (Winzerblog) (Mein Beitrag)
#26 Tipps vom Weinhändler (Go to Rio) (kein Beitrag von mir)
#25 Wein in Literatur und Film (Weingut Steffens-Keß) (kein Beitrag von mir)
#24 Wein von der Nahe (der Ultels) (kein Beitrag von mir)
#23 WinzerInnenwein (Weingut Lisson) (Mein Beitrag)
#22 Regionale Spezialitäten (Winzerblog) (Mein Beitrag)
#21 Deutscher Riesling (Schreiberswein) (kein Beitrag von mir)
#20 Wein zum Fisch, aber nicht trocken und weiß (Hausmannskost 2.0) (Mein Beitrag)
#19 Gespriteter Wein (vinissimus) (Mein Beitrag)

2008
# 18 Deutscher Winzersekt (Nikos Weinwelten) (kein Beitrag von mir)
# 17 Vinologische Osterweiterung (Myexperience4you) (Mein Beitrag)
#16 Weingenuss im Restaurant (Notizen für Genießer) (Mein Beitrag)
#15 Urlaubsweine (Go to Rio) (Mein Beitrag)
#14 Wein zum Grillen (SanoVia) (kein Beitrag von mir)
#13 Bordeaux Blends outside Bordeaux (Planet Bordeaux) (Mein Beitrag)
#12 In Gottes Namen (Winzerblog) (Mein Beitrag)
#11 Alles Rosé (Nikos Weinwelten) (Mein Beitrag)
#10 Chenin Blanc (Originalverkorkt) (Mein Beitrag)
#09 Alltagswein (Weingut Steffens-Keß) (Mein Beitrag)
#08 Etikettentrinker (Weingut Lisson) (Mein Beitrag)
#07 Alles außer Glas (Kaulwein) (Mein Beitrag)

2007
#06 Schaumwein (Schreiberswein) (Mein Beitrag)
#05 Sangiovese nicht aus der Toskana (Hausmannskost 1.0) (Mein Beitrag)
#04 Vulkanweine (Drink Tank) (Mein Beitrag)
#03 Bio-Riesling (Viva vino) (Mein Beitrag)
#02 Must-Taste-Weine unter 10 Euro (Weinverkostungen) (Mein Beitrag)
#01 Inselweine (Winzerblog) (Mein Beitrag)

Aufgeschäumte Rechtsanwälte

Gerade teste ich ein Übersetzungsprogramm (promt). Nun seht Euch an, was es aus Mousse d’avocats (Avocadomus) gemacht hat:

Mousse ist auch Schiffsjunge und Avocats auch Rechtsanwälte. Zweimal daneben gelangt, und wieder mal ein Beweis, dass es mit der künstlichen Intelligenz nicht so richtig klappen will.

Saubloggen am Mittwoch: Schweinsbären!

Saubloggen am Mittwoch: Überall Schweinsbären! Überall.

Der erste 09er

Heute haben wir den ersten Wein des neuen Jahrgangs getrunken, ganz klar ein Primeur. Als solcher noch nicht wirklich aussagekräftig, aber durchaus ein Genuss. Der Frührote Veltliner vom Weingut Leth vom  Wagram aus Österreich erinnert mich an einen Vino Verde aus Portugal, auch ein sehr junger Wein, nur hat der Veltliner mit zwölf Prozent etwas mehr Alkohol. Vom Charakter ist er eher ein leichtfüßiger Sommerwein, eine Tatsache, die mir bei den meisten Primeurs immer schwer fällt, sie treten in der dunkelsten Jahreszeit in Erscheinung, wenn eigentlich schwerste Rotweine gerade recht sind. Nichts desto trotz ein schöner, harmonischer Wein, spritzig, säurebetont, deutliche Brause- und Zitronenaromen, ein leichtes Prickeln, leicht und kurz. Aber sehr ausgeglichen und, wenn er ein Vorbote des 09er Jahrgangs ist, wirkt er nicht übel.

leth

Leth Frühroter Veltliner 2009 (Primeurwein)
Wagram/Österreich

Weiß; Roter Veltliner
12 % Alkohol

Chefkoch.de und Marions Kochbuch vor dem BGH

Von diesem Rechtsstreit wusste ich noch nichts. Die für ihre überzogene Abmahnpraxis bekannten Betreiber K. und K. der Webseite Marions Kochbuch sind auch gegen Chefkoch.de vorgegangen, weil sich dort Bilder von K. befanden. Das berichtet die Tagesschau. Die Frage lautet wieder, wie verantwortlich sind die Betreiber eines offenen Dienstes für das, was die Besucher und Anwender tun. Bei Foren gibt es ein deutliches Urteil: Der Betreiber hat Prüfpflichten, muss aber nicht jeden Beitrag im voraus zensieren. Woher soll er auch wissen, ob alle Rechte geklärt sind?

Bei Chefkoch.de meinen nun die niederen Hamburger Instanzen, dass die Seite einen redaktionellen Eindruck erwecken, der Verlag somit durchaus bei Urheberrechtsverletzungen zur Rechenschaft gezogen werden kann. Ich bin sehr gespannt, was der BGH dazu sagt, denn das Urteil hat weit reichende Folgen für alle Web-2.0-Dienste.

Andererseits sehe ich die Praxis von Chefkoch.de (gehört zu Gruner & Jahr) ebenso als kritisch an, viel gutes Geld mit den kostenlosen Inhalten anderer zu verdienen.  Die Menge der Anzeigen ist nicht zu übersehen, große Banner, Partner-Links und Popups, so wie viele Verlage es sich wünschen würden. Da schadet ein bisschen Verantwortung nicht. Selbst wenn im konkreten Fall in meinen Augen der falsche Kläger Recht bekäme.

Nachtrag: Der BGH bestätigt das Hamburger Urteil. Webseiten, die sich Inhalte zu eigen machen, müssen auch dafür haften.

chefkoch

Werbung auf Chefkoch.de


Weinrallye quo vadis?

Bin ich eigentlich der einzige der die Weinrallye vermisst? Sie hat letzten Monat nicht statt gefunden und wird es diesen Monat offensichtlich auch nicht. Twittern alle nur noch? Macht es keinen Spaß mehr, gemeinsam ein Event zu begehen? Machen wir weiter oder was neues? Was meint Ihr?

Ich hätte zwei Vorschläge:

1. Zu seiner Entlastung sollte sich Thomas vielleicht einen Mitstreiter suchen, so dass zwei Leute die Termine verwalten und den Beiträgen hinterherlaufen können. Vielleicht jemand, der nicht lagergebunden ist. Ich will mich selbst echt nicht ins Spiel bringen, es haben andere ihr Interesse angedeutet, und das wäre mir genauso recht.

2. Man könnte eine Facebook-Seite als zentrale Stelle einrichten, die die Rallye-Community zusammenführt. Hier könnten die Organisatoren die Termine ankündigen, Lücken vermelden und die Ergebnisse präsentieren. Alle Fans könnten Kommentare abgeben, so dass man merkt, wenn etwas schief läuft.

3. Nicht der Vorgänger sollte die nächste Rallye ausrufen, sondern die Organisatoren.

Für meine Begriffe sollte das für mehr Transparenz und Kontinuität sorgen.

Saubloggen am Mittwoch: Rezept: Dachs mit Trichinen

Saubloggen am Mittwoch: In der Geschichte, die ich gerade lese, Drop City von T.C. Boyle, empfiehlt ein Trapper seinen Zuhörern, Fleisch von Bären und Bärenmardern nur sehr gut gekocht zu essen, da es die vom Schwein bekannten Trichinen enthalte. Das stieß mich dazu an, im Internet nach Trichinen zu recherchieren, und ich stellte erstaunt fest, dass es bei Kochmeister laut Google sogar 535 Kochrezepte mit Trichinen gibt!

trichinen1

Geht man dem Link nach, so findet man nur noch ein Rezept, aber immerhin  Dachs mit Trichinen:

trichinen2

Da ich gestern keinen Dachs zur Hand hatte, konnte ich das Rezept nicht nachkochen, aber vielleicht geht es auch mit Schweinemet!? Ich will doch wissen, wie Trichinen schmecken. Gibt es die auch getrocknet?

Saubloggen am Mittwoch: Schweinehack

Saubloggen am Mittwoch: Forscher der Universität Illinois haben ein Schwein zerhackt, zumindest zu achtundneunzig Prozent. „Das Schwein ist ein einzigartiges Tier“, kommentierte Leiter Larry Schoock.

Ähnlich erging es zuvor einem Menschen, einem Hund, einer Ratte und sieben Pflanzen. Ziel der Übung, endlich können wir das Hab und Gut des Schweins enterben!



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