Spargel und Retsina

Klingt ungewöhnlich. Ist es sicher auch. Aber die Geschmäcker passen zusammen, der feine Spargel ist ja nicht wirklich nur fein, sondern hat einen herben Grundton. Der fügt sich sehr gut zum Harzigen des Retsina. Dieser sollte nicht zu spritzig sein und eine nicht zu scheppse Säure an den Gaumen legen. Dann passt’s. Die Kombination ist etwas für Freunde des gezielten Stilbruchs, der sicher mehr Aufmerksamkeit erzielt, als der ewige Rotwein-Schokolade-Brei.

Schon die alten Griechen kannten den Spargel als Gemüse und Arznei. Hippokrates erwähnt ihn, die Römer haben ihn über die Alpen gebracht, allerdings geriet er im Mittelalter wieder in Vergessenheit.

2 Antworten zu „Spargel und Retsina“


  1. 1 Iris 13. Mai 2010 um 8:20

    ne “scheppse” Säure, da muss ich jetzt erst mal drüber meditieren…

  2. 2 Wolf 13. Mai 2010 um 8:44

    Naja es gibt Säure, die schmeckt frisch, fein und spritzig, und es gibt Säure die schmeckt billig und fies. Wenn man sie chemisch messen würde, hätte man das gleiche Ergebnis, aber der Gesamteindruck ist ganz anders. Ich will nicht sagen, dass dieser Retsina unbedingt eine sehr feine Säure hätte, aber eben nicht so schepps, wie zum Beispiel ein billiger Chardonnay oder Trebbiano.


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