Straßburger Gänsetopf mit Champagnerkraut (Kochblog-Event 62)

Das Champagnerthema hat, wie ich an der Anzahl der Beiträge und an den Kommentaren feststelle, nicht so viel Anklang gefunden. Vielleicht etwas zu abgehoben. Ich hab mich daher entschlossen, wie die meisten anderen den Champagner geschlossen und hübsch verpackt zu lassen. Statt dessen entschied ich mich für einen deutschen Rieslingsekt,

der aufgrund seines Alters (2003) einen schönen Schmelz zeigt und dem Straßburger Gänsetopf eine ebenso würdige Note verleiht. Gerichte auf Straßburger Art sind Eintöpfe mit Sauerkraut, in dem ein Stück Wammerl mitkocht. Mit Gäseschenkeln ist es ein festliches, winterliches Essen, das aber leicht und nebenbei zuzubereiten ist. Man brät also zuerst Wammerl und Zwiebeln an und löscht sie mit dem Kraut ab. Dann kommen Kartoffeln, Knofi, Äpfel, Brühe und Weißwein (Champagner oder eben Sekt) hinzu.  Das lässt man ein paar Stunden kochen. Am nächsten Tag würzt man das Kraut mit Lorbeer, Wacholder, Nelken, Kümmel, Pfeffer, Honig, etc. und legt im Topf das vorbereitete Fleisch darauf.

Die Gänseschenkel brät man zuvor in der Pfanne schön an, wobei ziemlich viel Fett austritt. Das kommt nicht in den Eintopf, der sonst zu fett würde. Aber man kann es als Schmalz später verwenden. Dann kocht man den Eintopf drei Stunden lang auf kleiner Flamme.

Am Schluss wird mit Salz, Honig, Majoran und noch mal Sekt abgeschmeckt. Als Beilage eignen sich Brat- oder Gratinkartoffeln (z.B. im Gänseschmalz ausgebacken).

4 Antworten zu „Straßburger Gänsetopf mit Champagnerkraut (Kochblog-Event 62)“


  1. 1 Arthurs Tochter 14. November 2010 um 10:14

    Schade, dass ich das nicht gestern gelesen habe, auf der Suche nach Entenkeulen habe ich immer nur die von Gänsen entdeckt.
    Aber das wird noch dieses Jahr ausprobiert!

  2. 2 Arthurs Tochter 14. November 2010 um 10:16

    p.s. noch kurz zum event. Ich glaube ja eher, dass die Zeit für die festlichen Menüs noch kommt, das event wäre vielleicht besser im Januar aufgehoben gewesen, sozusagen als Rückblick auf die Feiertage.

  3. 3 kulinaria katastrophalia 16. November 2010 um 21:48

    Das Rezept nicht ganz verstanden. Also Gänseteile anbraten, Fett weggießen und dann weiterbraten, richtig?

  4. 4 wolfhos 17. November 2010 um 16:26

    Also
    1. Kraut kochen
    2. Gänse anbraten
    3. Fett abgießen
    4. Gänse auf’s Kraut legen und 3h schmoren lassen.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s





Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: