Archive for the 'Backen' Category

Buttermilch-Scones für den Afternoon-Tea

Scones gehören zu jedem britischen Afternoon-Tea. Sie sind ganz einfach zuzubereiten, schmecken sehr lecker und werden aufgeschnitten und mit Butter und Marmelade (Jam) verzehrt.

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Zutaten:
250g Mehl
1 Tl Backpulver
Salz
Zitronenschale
25g Butter
200 ml Buttermilch

Rezept:

Mehl mit Backpulver vermischen und Butter hineinreiben. Dann die Buttermilch und die Gewürze zufügen und zu einem weichen Teig bereiten. Auf einer bemehlten Platte eine Rolle mit ca. 5cm Durchmesser formen und ca. 2cm dicke Scones abschneiden.

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Dann mit etwas Buttermilch bestreichen.

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Bei 220 Grad 15 bis 20 Minuten backen.

Pizza Bianca mit Krabben, Avocado und Bärlauch

Meine Generation ist seit der Kindheit auf Pizza mit Tomatensauce geeicht, sodass sich schon ein gewisser Gewöhnungseffekt eingestellt hat: rot, Mozzarella, Oregano. Ich will nicht sagen, das sei langweilig, aber so ein bisschen same-same-but-different. Pizza binaca bietet sich hier als echte Alternative an, die auch bei Gästen einen Überraschungseffekt erzielt. Es eröffnen sich viele neue und ungewöhnliche Varianten, die schon aufgrund des weißen Erscheinungsbilds sofort auffallen. Als Grundbelag der Pizza bianca dient Frischkäse, Crème Fraîche oder Mascarpone.
Pizza mit Krabben, Avocado und Bärlauch

Pizzateig für 3-4 Bleche:
750g Mehl 405 gesiebt
1/2 Würfel Hefe
20g Salz
30g Honig
Ca. 450ml kaltes Wasser
30g Olivenöl
Mehl zum Auswellen und Backen

Belag:
Frischkäse
Krabben
Avocado
Zitronensaft
Salz, Chili
Olivenöl
Bärlauch

Die Hefe in einem Glas sehr kaltem Wasser auflösen und in das gesiebte Mehl kneten. Weiter Wasser hinzufügen. Dann Salz, Honig und etwas Öl zufügen. Und weiter Wasser, bis ein sehr weicher, aber noch mit Händen gut knetbarer Teig entstanden ist. In drei oder vier Kugeln teilen, abdecken und im Kühlschrank eine Stunde gehen lassen.

Während dessen den Ofen so heiß wie möglich vorheizen, am besten mit einem Backstein darin. Die Krabben in Zitronensaft und Salz marinieren. Nach einer Stunde, eine Teigkugel aus dem Kühlschrank holen und mit Mehl dünn auswellen. Ein Blech bemehlen (ohne Fett) und den Teig darauf legen. Einen Rand formen. Nun mit Frischkäse bestreichen, etwas salzen und mit Krabben sowie Avocadostücken belegen. Nach Geschmack mit Chili bestreuen und etwas Olivenöl darüber träufeln. In den Ofen auf die unterste Schiene geben und ca. 8 – 12 Minuten backen, bis die Pizza schön gebräunt ist. Rausholen und sofort den geschnittenen Bärlauch darüber streuen. Der Bärlauch soll nicht mitbacken, der Ofen ist zu heiß dafür. Wenn man ihn direkt auf die heiße Pizza gib, zieht er noch etwas an.

Baklava mit Migrationshintergrund

Damit es hier im Blog nicht nur depressiv daher kommt – obwohl der Schnee mich echt fertigmacht, heute Morgen hab ich es kaum mit dem Rad zur S-Bahn geschafft – eine Süßspeise. Wie alle Süßspeisen des Vorderen und Hinteren Orients sind Baklava für den mitteleuropäischen Geschmack sehr süß und man genießt diesen Nuss-Blätterteig-Kuchen besser in kleinen Mengen. Es gibt viele Varianten, die vorliegende stammt von einer ehemaligen bosnischen Nachbarin von uns. Doch die eigentliche Migrationsgeschichte ist eine andere: Statt des türkischen Yufka-(Filo-)Teigs verwendet die Dame deutschen TK-Blätterteig, was die Beschaffung der Zutaten deutlich erleichtert und das Endergebnis noch einmal schwerer macht.

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Zutaten:
400g Nüsse (Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse)
Eine Handvoll Pistazien
100g Honig
50g Zucker
100g flüssige Butter
Saft und abgeriebene Schale von einer Zitrone
Salz, Zimt
5 bis 7 Platten Blätterteig, je nach Größe
+ Butter zum Einpinseln
+ Mehl zum Auswellen

Sirup:
250g Zucker
1dl Wasser
1dl Zitronen- und Orangensaft
Eine Prise Salz

Die Nüsse bis auf die Pistazien fein mahlen, mit den restlichen Zutaten zusammenbazen. Die Blätterteigplatten der Länge nach auswellen und mit Wasser zu einer langen Bahn verkleben. In die Mitte nun die Füllung verlegen, wenn die Bahn zu kurz ist, einfach weitere Platten zufügen. Die Teigbahn nun längs einrollen, sodass ein langer gefüllter Wurm entsteht. Den Rand rund herum mit Wasser zukleben.  Nun legt man den Teigwurm schneckenförmig in eine gebutterte und mehlierte Form. Es erfordert etwas Geschick, dass die Schlange nicht abreißt. Am besten füllt der Koch die Form über eine Tischkante, sodass er die Schlange nicht anheben muss, sondern über die Kante in die Form gleiten lässt.

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Mit flüssiger Butter bestreichen und in den vorgeheizten Ofen (220 Grad) schieben. Wenn die Oberfläche zu bräunen beginnt, die Hitze auf 190 Grad reduzieren, die Backzeit beträgt 50 bis 60 Minuten.

Für den Sirup erzeugt der Koch zuerst Karamell nach der Standardmethode: Zucker mit etwas Zitronensaft anfeuchten, dann in einer gut Hitze leitenden Pfanne oder Kasserolle erhitzen und unter Rühren zum Schmelzen bringen. Solange bis der Karamell die gewünschte Farbe hat. Nun mit Wasser ablöschen, dann mit Saft. Den Sirup zur gewünschten Konsistenz einkochen. Die Konsistenz lässt sich mit einem kleinen Metalllöffel, der schnell abkühlt, am Besten feststellen.

Wenn das Gebäck fertig ist, pikst der Koch sofort rund herum kleine Löcher hinein und gießt den Sirup darüber. Kalt servieren.

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Dazu gab es einen Dessertwein. Süß. Süßer Wein hat bei mir nur eine Chance: Er landet zehn Jahre im Keller, dann ist er entweder genießbar oder hin. Der Matthias-Müller-Riesling Bopparder Hamm Feuerlay Auslese 2003 vom Mittelrhein war Ersteres: genießbar, und zwar gar nicht schlecht. Das Zuckersüße im Geschmack ist schon weg, der Wein wird eher von seiner feinen Säure getragen. Die Aromen sind reif und würzig, Nuss, Blüten, Rose, Limette, Ginster, Honig, Salz. Ein bisschen welk, aber sehr fein. Die Konsistenz schließlich ist fett und ölig.  Gerade Letzteres passt zum Baklava. Eiskalt servieren. Trotz Schnee.

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Kochblog-Event 76: Zweierlei Pfitzauf

Zorra feiert Geburtstag, sieben Jahre Kochtopf-Bloggen mit immer spannenden, monatlichen Blog-Events. Bei Ausgabe 76 ist sie angelangt und schreibt selbst: “Nach 75 Events war es nicht so einfach, ein Thema zu finden“. Das glaube ich gerne und wundere mich immer wieder, dass ihr (oder anderen Event-Ausrichtern) immer noch etwas einfällt. Mich persönlich würde es auch nicht stören, wenn man ein älteres Thema noch mal aufwärmt. Alle Teilnehmer haben im Laufe der Jahre dazugelernt und haben verbesserte Rezepte oder neue Kreationen. Gratulation jedenfalls! Auf die nächsten sieben Jahre!

Zu Party sucht sie nun Luftiges und Schaumiges.  Ich habe eine Zeit lang an Sorbets und Soufflés herumgedacht, bis mir die guten, alten, schwäbischen Pfitzaufs eingefallen sind. Die sind bei uns eine echte, seit vielen Generationen überlieferte Familientradition. Man benötigt zur Zubereitung eine spezielle Form, ich habe eine von meiner Urgroßmutter geerbt und vor ein paar Jahren eine weitere bei eBay ersteigert, da uns sechs Pfitzauf nicht mehr ausgereicht haben. Eigentlich ist Pfitzauf eine Nachspeise, aber in Anlehnung an Gougères habe ich mir eine Variante mit Käse ausgedacht, die auch sehr lecker ist. Man lässt den Zucker weg und rührt etwas geriebenen Emmentaler hinein. Das funktioniert sehr gut. Im Ergebnis gehen Pfitzauf stark auf, sind sehr luftig, außen knusprig, innen aber weich und saftig. Leider ist es etwas tückisch, den richtigen Punkt zu treffen.

Rezept für sechs Pfitzauf:

200g Milch
150g Mehl
3 Eier
2 EL Zucker (oder etwas geriebenen Käse)
Schale von 1/2 Zitrone
30g Butter (+ Fett für die Form)

Milch in eine Rührschüssel geben, Mehl dazu und gleichmäßig einrühren. Immer an einer Stelle rühren, dann bilden sich keine Klümpchen. Die drei verquirlten Eier hinzu, Gewürze und zum Schluss die zerlassene Butter. Dir Formen sehr gut einfetten, Teig verteilen und zum Schluss eine Messerspitze Butter auf jede Portion.

Den Backofen vorheizen. Ich backe beide Formen mit Umluft bei 170 Grad. Und zwar eine Stunde und fünf Minuten. Temperatur und Zeit hängen sehr stark vom Ofen ab. Zu kurz und sie fallen zusammen, zu lange und sie trocknen aus, zu heiß und sie werden schwarz, zu kalt und sie gehen nicht auf. Während des Backens keinesfalls die Klappe öffnen, aber man kann die Temperatur zwischendrin anpassen. Und man muss sich auf ein oder zwei misslungene Versuche einstellen.

Das hat gepasst. Dazu gab es einen luftigen Wein, einen Pignoletto, den ich aus der Emilia-Romagna mitgebracht habe. Diese Art Wein bekommt man hierzulande leider selten Er entspricht am ehesten einem Prosecco Frizzante, moussiert also leicht, und ist ein feiner, frischer, blumiger, relativ leichter Wein für alle Tage.

Il Poggio, Pignoletto dell’Emilia
Pignoletto dell’Emilia Frizzante IGT (ohne Jahr)
Italien/Emilia Romagna

Weiß; Pignoletto
11,5% Alkohol; kein Fass

Buchweizenbrot

Im Vorratsschrank fand ich noch Buchweizenmehl und Buchweizengrütze. Deshalb entschloss ich mich kurzerhand, die Reste in einem Brot zu verbacken. Bei solchen Experimenten lege ich immer einen guten Teil Weizenmehl 550 der Mehlmenge zugrunde, da es eine gewisse Stabilität garantiert. Das Ergebnis war sehr wohlschmeckend ( und -richend), die Kruste sehr knusprig und die Krume weich und elastisch. Ich hatte die Grütze zuerst eingeweicht, die dabei sehr viel Wasser zog, sodass im Ergebnis eher ein Fladenbrot entstanden ist. Geschmack, Kruste und Krume waren aber wie gesagt einwandfrei, es wäre aber zu überlegen, die Wassermenge etwas zu reduzieren, um einen besseren Stand zu erzielen. Ein Gärkorb, der die Form hält, wäre eine Alternative.

Also:

150g Buchweizengrütze
200g Buchweizenmehl
300g Dinkelvollkornmehl
500g Weizenmehl 550

20g Salz
15g Zucker
1 Klotz Hefe (mit Vorteig weniger)

600ml warmes Wasser (+Wasser zum Einweichen der Grütze)

Man kann das Brot mit Vorteig machen, dazu hatte ich keine Zeit. Die Grütze mit kochendem Wasser übergießen und einweichen. Mehl in eine Schüssel sieben, Hefe in etwas gut warmem Wasser auflösen und in der Mehlmitte einen Teigling bereiten. Wenn dieser sich im Volumen verdoppelt hat, die restlichen Zutaten bis auf die Grütze unterrühren und gut und lange durchkneten. Dann ca. eine Stunde im Warmen gehen lassen. Zwischendrin zwei bis drei Mal durchschlagen. Die Grütze etwas ausdrücken und in den Teig kneten. Einen Laib formen und geformt noch mal zugedeckt eine Stunde gehen lassen.

Dann bei 240 Grad in den Ofen, ein halbes Glas Wasser auf den Backofenboden gießen und sofort die Türe schließen. Wenn die Oberfläche dunkel wird, auf 210 abfallen lassen. Später die Temperatur immer weiter reduzieren. Wenn das Brot nicht weiter aufgeht, die Ofentüre kurz öffnen, sodass der Dampf abziehen kann. Backzeit: 70 Minuten.

Pissaladière und Bergerac Blanc

Weißweine aus dem Midi, dem französischen Süden, heißt das Thema der 37. Weinrallye im Baccantus-Blog. Ich hab das Bergerac hier mit hineininterpretiert, es ist ja nicht Bordeaux, grenzt aber dort an, und viele Weine gelten im Charakter ähnlich. Aber sie sind etwas billiger. Ein Wein, den ich mir gerne gelegentlich kaufe, ist der Château des Eyssards. Er besteht ganz klassisch aus Sauvignon Blanc und Sémillon, den beiden Sorten der weißen Bordeauxweine. Sein Stil ist eher modern, er hat 13,5 Prozent Alkohol, die aber geschmacklich gut eingebunden sind. Was mir bei einem Wein dieser Klasse gut gefällt, ist der Schraubverschluss, den der Eyssards im Jahrgang 2009 nun hat, und der also auch in Frankreich Einzug nimmt.

Der 2009 ist fast noch ein bisschen jung, am besten schmeckt er mir etwa drei Jahre alt. Er leuchtet attraktiv, Hellgold, das Aroma ist intensiv fruchtig-würzig, viel Stachelbeere, Ananas, grüne Haselnuss, Blüten, leicht mineralisch. Der Auftakt ist mild, voluminös, feinfruchtig, eine deutliche Süße zeigt sich, auch vom Alkohol. Lang im Abgang, nicht der eleganteste Weiße aus dem Süden, den ich kenne, aber sehr schmackhaft. Und wie gesagt, noch einen Tick zu jung, es fehlt der Schmelz.

Château des Eyssards 2009
Bergerac Blanc AC
Frankreich/Sud-Ouest

Weiß/Sauvignon Blanc, Sémillon
13,5% Alkohol, kein Fass

Rezept: Pissaladière
Dazu gab es eine Nizza-Pizza, die Pissaladière. Statt einer Grundsauce aus Tomaten bekommt sie einen Belag aus eingekochten Zwiebeln. Darauf liegen in der puren Form nur Anchovis und schwarze Oliven. Ich habe zwei dicke Gemüsezwiebeln für einen runden Fladen gerechnet, das war aber etwas knapp, denn das Gemüse schrumpft ordentlich ein. Also, pro Fladen:

3 Gemüsezwiebeln
Thymian
Lorbeer
Eingelegte Anchovis (kurz gewässert und abgetrocknet)
Schwarze Oliven (am besten aus Nizza)
Knoblauch

Pizzateig wie hier, wobei ich inzwischen das Öl weglasse, damit die Pizza knuspriger wird. Während der Teig geht, kocht man die Zwiebeln mit Thymian und Lorbeer etwa eine Stunde ein, wobei sie nicht braun, sondern nur gelb werden sollen. Dabei setzt sich etwas Wasser ab, das ich noch in den Teig geknetet habe. Einen Fladen formen, mit Zwiebelmasse belegen, dann Anchovis, Oliven und Knoblauchschnitze darauf. Kurz so heiß wie möglich backen. Bei uns mit gewölbtem, aber durchaus wohlschmeckendem Ergebnis:

Kyras Crema-Novi-Tarte

Zurück aus dem Urlaub, deswegen hat es mit der Freigabe der Kommentare etwas gedauert. Meine mittlere Tochter, Kyra, beginnt sich für die Zubereitung von Nachtisch zu interessieren, und hat in Italien mit mir zusammen eine Tarte entwickelt. Man könnte sie auch Nutella-Tarte nennen, aber in Italien gibt es etwas Besseres, Crema Novi. Crema Novi besteht nämlich nur aus Nüssen und Kakao ohne weitere Zusatzstoffe. Ob die Tarte auch mit Nutella gelingt, wage ich zu bezweifeln und ich werde es nicht ausprobieren. Mit Crema Novi schmeckt sie sehr gut, ist recht schwer, aber in dünnen Schnitten serviert durchaus ein festliches Dessert.

Teig
375 g Mehl
250g Butter
125 Puderzucker
Zitronenschale, Salz

Belag
2 Pakete Crema Novi (400g)
2 Eier
1 Paket Frischkäse
Kaffeelikör
Zimt

Beim Teig handelt es sich um einen klassischen 3:2:1-Mürbteig. Drei Teile Mehl, zwei Teile Butter, ein Teil Zucker. Keine Flüssigkeit, auch kein Eiweiß, denn die würde den Weizenkleber binden, was bei Mürbteig unerwünscht ist. Mit Flüssigkeit ist er leichter zu verarbeiten, aber wird nicht so schön mürb. Eigelb ist erlaubt und geht in die Fettmenge mit ein. Alle Zutaten kaltstellen, und, wenn es draußen heiß ist, auch Schüssel und Messer. Die Butter mit dem Messer in Mehl, Zucker und Gewürze hacken, dann mit den gekühlten Händen den Teig zusammendrücken. Nicht durchkneten. Wenn es draußen deutschlandkalt ist, muss man mit dem Kühlen nicht so streng sein, ich bin im Geiste noch im Süden. Wenn der Teig homogen ist, mindestens eins Stunde kaltstellen.

Inzwischen die Zutaten für die Creme zusammenrühren. Nun eine Form fetten, mit Mehl bestäuben, mit zwei Drittel der Teigmenge auslegen und den Rand hochziehen. Die Creme darauf geben und aus dem restlichen Teig ein Gitter dekorieren. Das Ganze bei 200 Grad etwa eine Stunde backen.

Weißbrot, ländlich

Ich muss sagen, ich bin ein ausgesprochener Weißbrotfan. Zwar mag ich auch hin und wieder ein gutes Sauerteigbrot, aber mein Herz hängt am Weißbrot. In letzter Zeit backe ich immer wieder diese Variante. Ohne Öl, dann wird es knuspriger. Ein lang gehender Vorteig sorgt für Frische und für eine leichte Säuerung. Der Wasseranteil liegt bei 63 Prozent, so behält das Brot seine Form und ist doch relativ feucht.

1kg Mehl 550
20g Semmelbrösel
1 Klotz Hefe
20g Salz
1 halbes Stück Traubenzucker, gemahlen

Vorteig
300g Mehl, 240g Wasser (entspricht 80%) und ein paar Gramm Hefe vermengen und über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Teig
Der Teig benötigt noch 390g Wasser, recht warm, um den kalten Vorteig auszugleichen. Das Salz in einem kleinen Teil Wasser auflösen, die restliche Hefe im restlichen Wasser lösen. Zuerst das Hefewasser ins Mehl (+Semmelbrösel + Zucker = Backhilfe. Semmelbrösel speichern Wasser, Traubenzucker ist Hefenahrung), verkneten, dann das Salzwasser.

Lange Kneten (20-30 Minuten), dabei immer wieder auf der Arbeitsplatte ziehen und reiben, so verhakt sich der Weizenkleber. Dann zugedeckt 1-2 Stunden gehen lassen, je nach Zimmertemperatur. Alle dreißig Minuten den Teig falten und die Luft herausschlagen, dann bilden sich mehr Poren. Wenn das Volumen sich mehr als verdoppelt hat, Teig teilen und formen. Unten einen Schluss drücken und die Oberseite spannen. Auf ein Backpapier legen und noch mal 2-3 Stunden gehen lassen. Mit Mehl bestäuben und mit einem Tuch bedecken. Die Oberfläche muss sich am Schluss luftig und wollig anfühlen. Dann mit einem scharfen Messer quer einschneiden, etwa ein Drittel tief, um die Oberfläche zu vergrößern. Das bildet mehr Röstgeschmack.

Bei 230 Grad mit einem Schuss Wasser in den Ofen (am besten auf den Stein). Wenn die Oberfläche bräunt, Temperatur sofort reduzieren auf 210, wenn das Brot insgesamt dunkel wird, auf 190.  Wenn das Brot nicht mehr größer wird, Backofen kurz öffnen und Dampf abziehen lassen (dann bildet sich die Kruste). Zum Schluss Temperatur noch weiter fallen lassen, Weißbrot soll nicht zu dunkel werden. Backzeit für eine schöne Kruste: eine Stunde.

Hier noch eine Variante mit Mehl 1050 (300g) und Körnern (Mandeln, Kürbiskerne und Sonnenblumenkerne). Die Körner kurz überbrühen. Der Teig benötigt 50ml mehr Wasser und er verträgt mehr Gewürze: Kümmel, Kreuzkümmel, Anis, Koriander, Fenchelsamen etc. Diesmal hab ich kleinere Brötchen in der Form gebacken.

Aldi: Backen oder bräunen?

Die meisten Bäckereifilialen machen doch auch nix anderes, als fertige Teigling aufzuwärmen, oder täusche ich mich? Wo steht den noch der Bäcker im Hinterzimmer und rollt seine Brezen selbst?

Aldi und die Bäcker

Dobosch-Torte

Selten zu finden ist die Dobosch-Torte, deren Rezept in der Familie meiner Frau seit Generationen von siebenbürgischer Urgroßmutter zu siebenbürgischer Urgroßmutter tradiert wird. Das Prinzip ist einfach, ein paar Tortenböden, dazwischen Schokoladencreme. Wenn man es feiner machen will, setzte man das Ganze auf einen Mürbteigboden, was der Torte etwas mehr Stand verleiht. Damit will ich Euch gar nicht langweilen. Der Witz liegt nämlich in der knusprigen Karamellkruste.

Ein Wort also zum Karamell. Geschmolzener Zucker, je länger er köchelt, desto dunkler wird er, desto fester am Ende und desto schneller wird er hart, was die Verarbeitung insgesamt deutlich erschwert. Heller Karamell eignet sich zum Glasieren, dunkler zum Färben von Brühen oder Saucen. Bei der Dobosch-Torte liegt das Problem darin, dass man eine große Fläche mit Karamell bestreichen muss und diese teilen sollte, bevor der Guss hart wird, denn sonst bricht er beim Portionieren.

Wir sind dazu übergegangen, den letzten Tortenboden aufzusparen und vor dem Karamellisieren in Stücke zu teilen. Außerdem bereiten wir den Zuckerguss in zwei Portionen, je 75 Gramm Zucker. Gekocht wird der Zucker mit einem Teelöffel Zitronensaft in einer schnell Wärme leitenden Edelstahlkassarolle. Email oder Gusseisen eignet sich nicht. Der Zitronensaft (oder Essig) bewirkt, dass der Zucker sich etwas löst, beim Kochen weniger klumpt und etwas länger weich und verarbeitbar bleibt. Wenn er die gewünschte Farbe erreicht hat, gießt man ihn über die Teigstücke und verstreicht ihn sofort. Zu zweit tut man sich leichter.

Anschließend legt man die perfekt glasierten und geschnittenen Stücke auf die Torte. Das Ganze lässt man im Kühlschrank etwas durchziehen…

28. Weinrallye: Gloria in excelsis deo

Et in terra pax hominibus bonae voluntatis. Frieden auf Erden wünschen sich die Menschen im Advent, vielleicht an einem friedlichen Abend daheim bei Kerzenschein mit einem guten Glas Wein. Eine passende Flasche dafür sucht Weinverkoster Thomas für die 28. Ausgabe der Weinrallye: Adventswein oder Wein zum Christstollen. Das Thema hat mich vor ein größeres Problem gestellt, denn ich mag zwar Christstollen, backe ihn mit zweifelhaftem Erfolg in manchen Jahren auch selbst, aber ich mag eigentlich keinen Wein, der zu Christstollen oder Lebkuchen passen könnte. Also Glühwein oder sonst irgendwie einen natürlich oder künstlich gesüßten.

Daher sah ich mich nach einer Stollenalternative um und wurde im Veltlin fündig. Dort gibt es ein Bisciola genanntes Brot mit Feigen, Nüssen und Pinienkernen, von dem die eine Variante allerdings auch dem Christstollen ähnelt, süß ist und Orangeat etc. enthält. Die andere Variante hingegen ist dunkel, aus Roggenteig und eben wie Brot. Die passte dann auch zu meinem Wein.

Vorteig
300 g Roggenvollkornmehl
40 g Sauerteig
240 g Wasser

Hauptteig
325 g Weizenmehl 550
Ca. 150 g Wasser
12 g Hefe
10 g Zucker
15 g Salz
30 g Öl
60 g Walnüsse, grob zerstoßen
60 g Ganze, ungeschälte Mandeln
50 g Getrocknete Feigen
20 g Pinienkerne
Schale von einer Zitrone
Zerstoßene Koriandersamen

Vorteig zusammenrühren und über Nacht gehen lassen, bis er sich aufbläht und rissig wird. Für den Hauptteig die Nüsse mit wenigem kochenden Wasser übergießen und sofort wieder abschütten. Alle Zutaten zu einem schönen Teig kneten. Ein halbe Stunde gehen lassen, dabei immer wieder durchschlagen. Dann zwei Brote formen, je nach Gusto und auf einem Backblech lange gehen lassen, drei bis vier Stunden, bis die Oberfläche schön wollig ist. Bei 230 Grad mit einem Schuss Wasser in den Ofen, dann Temperatur auf 210 fallen lassen. Je nach Form 45 bis 60 Minuten backen.

Eigentlich passt jeder Wein dazu. In der Adventszeit mache ich gerne die etwas besseren Flasche auf, und zum Bisciola fiel meine Wahl auf einen Chateau Gloria von 2001. Er ist Granatrot, hat ein wahrhaft wuchtiges Aroma, fleischig, medoc-erdig, getrocknete Beeren, dann Frucht, Kirsche, Beeren, Pflaume, etwas Rauch,  Edelholz, auch ein leicht unreifer und grüner Paprikaton. Der Auftakt ist mild, mit sanften, üppigen Aromen, Tomate, Johannisbeere, aus dem Hintergrund erscheint ein leichter Biss mit guter Säure. Die Frucht nahm im Lauf des Abends zu, der Wein ist noch nicht auf dem Höhepunkt (wie ich ihn mag). Johnson hat ihn auf “jetzt bevorzugt trinken” gesetzt, das halte ich für übertrieben. Ein ganz großer Medoc jedenfalls.

Testsemmeln Teil III: Grieß

In diesen Test hatte ich relativ starke Erwartungen, da ich mir von Grieß im Teig einen guten Einfluss erhofft habe. Wie immer knetete ich drei Testsemmeln mit jeweils insgesamt 100 Gramm Mehl. Die erste hatte einen Anteil von 20 Gramm Hartweizengrieß, die zweite  40 Gramm und die dritte 60 Gramm. Der Rest war Weizenmehl 550 (80, 60 und 40 Gramm). Pro Semmel kamen dann 60 Gramm Wasser, 3 Gramm Hefe, 2 Gramm Salz, 1 Gramm Zucker und 5 Gramm Öl hinzu.

Schon beim Kneten zeigten sich deutlich die Unterschiede, je mehr Grieß desto elastischer, griffiger, aber auch kürzer war der Teig. Der mehlige hingegen war klebriger und geschmeidiger. Nach der Gehzeit hatte der mit dem wenigsten Grieß den besten Stand und ist auch am besten aufgegangen. Nach dem Backen hatte er die größte Porung und die stabilste Krume. Der Teig mit dem meisten Grieß war hingegen geschmacklich am besten, diese Semmel hatte am meisten Biss und schmeckte am vollsten und am wenigsten mehlig. Außerdem zeigte sich die knackigste Kruste

Fazit: Ein Anteil Grieß (20 bis 40 Prozent der Gesamtmehlmenge) verbessert den Geschmack, das Gebäck wird voller und weniger mehlig. Und er macht die Kruste knuspriger. Zu viel Grieß hingegen schädigt die Struktur des Brots.

Übersicht Testsemmeln.

Blog-Event 51: Olivenbrot

Oliven liebe ich in allen Variationen, grün, schwarz, rot gefüllt, getrocknet, im Saft eingelegt, ausgepresst, frittiert oder wie auch immer. Was mich schwer gewundert hat, ist, dass meine Kinder eigentlich auch von Anfang an Oliven gemocht haben, wo ich eigentlich immer dachte, dass die Kleinen mit so einem strengen Geschmack eher Probleme haben. Wahrscheinlich macht es die Übung. Krabben ist ein ähnliches Beispiel.

Mestolo trägt das 51. Kochblog-Event aus, und beim Thema Oliven fiel mir sofort ein Olivenbrot ein, das ich öfters backe. Es eignet sich als Beilage oder auch sehr gut als Party-Mitbringsel, und basiert auf einem relativ weichen Hefeteig für Fladebrot. Durch die Oliven bleibt das Brot sehr saftig, und der Geschmack der Früchte dringt durch den ganzen Laib. Marmelade würde ich nicht drauf schmieren.

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Vorteig

250g Mehl  Weizen 550 (in Italien Tipo 0)
10g Hefe
180g Wasser

Hauptteig

750g Mehl
10g Hefe
460g Wasser oder mehr
20g Salz
60g Olivenöl (ca. 50ml)

Den Vorteig zusammenrühren und ein paar Stunden im Kühlschrank gehen lassen. Wenn man ihn über Nacht gehen lässt, sollte man die Hefemenge reduzieren. Ich hab ihn 7 Stunden gehen lassen. Er war gut aufgegangen, aber noch nicht zusammengefallen.

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Für den Hauptteig die Wassermenge so dosieren, dass ein weicher, aber nicht klebriger Teig entsteht. Ich löse die Hefe in ca. 100g Wasser auf, lasse beides ein paar Minuten stehen und verrühre es mit dem Mehl und dem Vorteig. Da dieser sehr kalt ist, kann das Wasser sehr warm sein (aber nicht über 50 Grad). Dann löse ich das Salz im Öl und knete es ein. Dann füge ich so viel Wasser hinzu, bis der Teig die gewünscht Konsistenz hat. In diesem Fall um die 450-500g. Den Teig etwa eine Viertel Stunde kneten und dann ruhen lassen. Wenn er sehr schnell anspringt, also wächst, reichen ca. dreißig Minuten Ruhe. Alle zehn Minuten auf die Arbeitsfläche schlagen, falten und pressen. Nicht mehr kneten. Dann bilden sich schöne Poren.

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Nach der Ruhe teilt man Stücke ab. Ich habe vier Teile genommen, rund gewirkt und noch einmal kurz stehen lassen. Dann formen. Für Olivenbrot formt man dünne Fladen, legt sie auf ein Backblech mit Backpapier und schneidet mit dem Messer tiefe Schlitze hinein, die man mit den Oliven füllt. Nun kommt die Stückgare, ca. drei Stunden. Dabei die Teiglinge mit etwas Mehl und einem Tuch bedecken. Immer wider die Oliven tief in den Teig drücken, wenn sie heraus ragen, sonst verbrennen sie beim Backen.

Vor dem Backen werden die Teiglinge mit warmen  Wasser vorsichtig bepinselt, denn wenn die Oberfläche zu trocken ist, kann sich das Brot nicht mehr dehnen und reißt beim Backen seitlich auf. In den Ofen bei 240 Grad schieben, ein Glas heißes Wasser auf den Ofenboden kippen und schnell die Klappe schließen. Auf 220 Grad herunter regeln. Ca. 30 Minuten backen. Nach ca. 20 Minuten, wenn die Brote nicht mehr weiter auf gehen, öffne ich den Ofen kurz und lasse die Dampfschwaden abziehen. Dann wird die Kruste etwas knackiger.

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Ein Wort zum Ofen, ich verwende keinen Schamott- oder Pizza-Stein mehr. Ich konnte keinen Unterschied feststellen, habe aber einen modernen Ofen, der gut die Temperatur hält. Was ich allerdings für unverzichtbar halte, ist ein Ofenthermometer. Die meisten Öfen sind zwar bei der Ausgangstemperatur genau, hat man aber ein paar Mal hin und her geregelt, weicht die Temperatur oft um zwanzig Prozent ab.

Mestolo fragte noch nach dem Öl, das wir verwenden. Ich haben einen sehr hohen Verbrauch an Olivenöl, denn ich koche fast ausschließlich mit Öl, und meistens eben mit Olivenöl. Ich bin ein Mensch, der auf Butter weitgehend verzichten könnte. Deswegen nehme ich zum Kochen ein Öl vom Discounter, für Salat ein besseres. Mein Favorit ist ungefiltertes Öl, das man in Italien eigentlich in jedem Supermarkt in Glasflaschen mit Bügelverschluss bekommt. Leider ist mein Vorrat leer, weswegen ich nur diese leere, aber sehr hübsche Flasche zeigen kann.

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Testsemmeln Teil II: Öl

Bei bis zu zehn Prozent Öl bezogen auf die Mehlmenge spricht man von einem leichten Hefeteig. Schwere Hefeteige können bis zu einhundert Prozent gehen, zum Beispiel für Brioche. Für Brot kommen nur leichte Hefeteige in Frage, also gab es drei Testsemmeln mit null, fünf und zehn Gramm Öl auf hundert Gramm Mehl.

100g Mehl
60g Wasser
4g Hefe
1,5g Salz
1g Zucker
0/5/10g Olivenöl (Teig 1,2 und 3)

Vorweg: Die Ergebnisse sind lange nicht so deutlich unterschieden wie beim Wassertest.

Kneten/Formen
Die Teige waren alle gut zu kneten, Teig 1 ist am elastischsten, Teig 3 ganz leicht klebrig. Alle lassen sich gut formen und haben einen guten Stand. Für Teig 3 braucht man ein wenig Mehl an den Fingerspitzen.

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Gehen
Teig 1: ist am wenigsten gegangen, Teig 3 am breitesten.

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Backen

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Krume/Kruste
Teig 1: ist am wenigsten aufgegangen, hat aber die kräftigste Kruste, Teig 3: sehr schön aufgegangen, luftige Porung

Geschmack/Geruch
Je mehr Öl im Teig ist, desto würziger und angenehmer sind Geschmack und Geruch.

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Fazit
Ich bin doch etwas überrascht, dass der öligste Teig am besten aufgegangen ist, denn ich war bislang davon ausgegangen, dass Fett die Hefe hemmt. Aber bei dieser Menge scheint das nicht der Fall zu sein, sondern vielmehr wirkt sich positiv aus, dass das Öl den Teig geschmeidiger und weicher macht. Die weiche Kruste lässt sich ausgleichen durch eine etwas längere Backzeit.

Übersicht Testsemmeln

Testsemmeln Teil I: Wasser

Derzeit versuche ich, die Broterzeugung etwas zu systematisieren und erzeugen Versuchsreihen mit Testsemmeln, mit denen sich bestimmte Teigeigenschaften nachweisen lassen. Der erste Versuch ging um den Wasseranteil im Teig und die Folgen für das fertige Gebäck.

Die normale Wassermenge im Weizenteig beträgt sechzig Prozent der Mehlmenge, auf ein Kilo Mehl kommen also 600 Gramm Wasser. Ich hatte drei Testsemmeln mit je hundert Gramm Mehl und fünfzig, sechzig beziehungsweise siebzig Gramm Wasser:

100 g Mehl
50/60/70 g Wasser (Teig 1,2 und 3)
4 g Hefe (das ist die Obergrenze, viel weniger kann ich nicht abwiegen)
1,5 g Salz

Kneten
Teig 1: trocken, rissig
Teig 2: geschmeidig, wollig
Teig 3: klebrig, klebt an den Händen

Formen
Teig 1: reißt an der Oberfläche
Teig 2: guter Stand
Teig 3: nur mit mehligen Fingern notdürftig formbar, kein Stand

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Gehen (1,5 h)
Teig 1: immer noch guter Stand, wenig gegangen
Teig 2: gut gegangen, dennoch gute Form
Teig 3: üppig gegangen, aber in die Breite

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Backen (25 min bei 240 Grad, auf 210 fallend)
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Geruch
Teig 1: frisch, teigig
Teig 2: frisches Gebäck
Teig 3: stärkster Röstgeruch

Krume/Kruste
Teig 1: härteste und dickste Kruste, aber etwas blass, Krume fest und etwas matschig bei Druck
Teig 2: ideale Krume und Porung, elastisch
Teig 3: grobe Porung, weiche Krume, weiche, aber schön geröstete Kruste

Geschmack
Teig 1: fast zu matschig, teigig
Teig 2: wunderbar luftig, elastisch
Teig 3: am würzigsten

semmel4

semmel5

semmel7

Fazit
Teig 1 hat eindeutig Wassermangel und sollte keine Verwendung finden. Er ist nicht richtig aufgegangen. Teig 2 und 3 sind Geschmackssache, Teig 2 entspricht eher dem klassischen Weißbrot, Teig 3 dem südländischen Fladenbrot. Mehr als 70 Prozent Wasser ist aber nicht ratsam, denke ich. Teig 2 sollte etwas länger bei hoher Temperatur gebacken werden, um eine schöne Kruste zu bekommen. Salz- und Hefemenge sind ausgewogen.

Probleme beim Test
Die Teige mit höherem Wasseranteil waren durch das Wasser insgesamt wärmer. Dennoch halte ich das Testergebnis von der Sensorik her für linear und damit nachvollziehbar. Außerdem war Teig 3 kleiner, da viel an den Händen hängen geblieben ist, was bei 100g sicherlich Einfluss hatte. Die stärkere Röstung von Semmel 3 lag sicher daran, dass sie dünner verlaufen war.

Übersicht Testsemmeln



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