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36. Kochblog-Event: Mit Aprikosen, Ingwer und Minze gefüllte Schweinelende

Das Kochblog-Event Sau-gut nähert sich seinem Einsendeschluss (15. Juli, wer es vergessen hat). Hier nun also mein Beitrag:

Es ist wirklich erstaunlich, womit sich Schweinerücken oder Schweinelende alles füllen lässt. Met oder Spinat sind die Klassiker, sehr attraktiv finde ich ein Rezept von Vincent Klink mit Blaukraut, wobei dafür jetzt nicht die Jahreszeit ist. Entschlossen hab ich mich dann für eine Aprikosenfüllung. Das mir vorliegende Rezept verwendet getrocknete Früchte, aber sommerlich wählte ich lieber frische. Die geben beim Braten mehr Flüssigkeit ab, was sich mit etwas Semmel- oder Zwiebackbrösel aber gut regulieren lässt. Ingwer und Minze sind mir noch als Zutaten eingefallen, um dem ganzen etwas mehr Würze zu geben.

Ein Kilo Schweinelende
4-5 Aprikosen
Eine geriebene Möhre
Gehackter Ingwer
Gehackter Knofi
Ein Zweig Minze
Semmelbrösel
Sherry
Chili
Ein Zweig Rosmarin
Küchengarn
Suppengrün
Brühe
Olivenöl
Rotwein
Creme Fraiche

Füllung:
Zwiebel und Karotten in etwas Öl anrösten, zum Schluss kurz Ingwer und Knofi dazu, mit Sherry ablöschen und eindampfen lassen. Die Aprikosen grob würfeln, zu den abgekühlten Zwiebel rühren, mit Minze, Chili und Salz abschmecken. Nun so viel Semmelbrösel zufügen, dass ein eher zäher Brei entsteht.

Den Schweinerücken zwei Mal einschneiden, so dass man ihn weit aufklappen kann: Im oberen Drittel erst in die eine Richtung schneiden bis kurz von Schluss, dann das Messer in der Wunde umdrehen und in die andere Richtung zurück. Ich sage gleich: Ich hab die Metzgerin gebeten, es zu machen :-)

Braten
Das Fleisch salzen und aufgeklappt mit der Füllung bestreichen. Zusammenrollen, den Rosmarin drauf legen und rund rum einbinden. In die gefettete Reine und mit dem Suppengrün bei 220 Grad in den Ofen. Mein Fleischstück hatte noch etwas Fettrand, der nach oben ausgerichtet eine schöne Kruste bildet. Wenn der Braten gut gebräunt ist, nach circa einer halben Stunde, mit etwas Brühe ablöschen und den Ofen auf 180 Grad runter schalten. Zum Schluss mit dem Grill die Kruste, falls vorhanden, knusprig grillen.

Den Braten warm stellen, Bratensatz in eine Pfanne geben, mit etwas Rotwein angießen, kurz reduzieren und würzen. Mit Creme Fraiche und Gewürzen abschmecken. Bei Schweinefleisch fällt die Sauce oft etwas knapp aus. Zum Verlängern eignen sich Brühe oder ein wenig gut gemachte Roux. Als Beilage gab es Reis und Salat.

Wein
Als Wein kommt ein fruchtiger Weißer in Frage, eher kräftig nicht zu frisch. Wir hatten einen weißen Bordeaux, Entre Deux Mers, Rauzan Despagne 2004. Der war im Prinzip nicht schlecht, das deutliche Aprikosenaroma fügte sich sehr gut zum Braten, aber vom Alter ist er schon etwas über den Punkt. Ein Weißer mit Fassnote hätte auch gut gepasst, oder ein leichter, fruchtiger, nicht zu gerbstoffreicher Roter, Barbera, Spätburgunder.

Wer noch beim Sau-guten Kochblog-Event mitmachen möchte, bitte bis zum 15. Juli den Beitrag veröffentlichen und per Trackback im Kochtopf-Blog melden.



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