Gerader recherchiere ich für einen Artikel zum schönen Thema “Abzocke im Internet” und bin dabei auf die Seite kochrezepte-server.com gestoßen. Für 59,95 Euro bekommt der Übertölpelte sechs Monate Zugang zu einer Sammlung von angeblich 30.000 Rezepten, von der ich lieber nicht wissen möchte, wie sie zustande gekommen ist. Natürlich zahlt kein Mensch knapp sechzig Euro für etwas, das er überall im Web kostenlos bekommt (z.B. in Koch- und Genussblogs). Aber die Opfer merken meist solange nicht, dass sie einen kostenpflichtigen Dienst benutzen, bis die 2. Mahnung kommt. Bei den meisten dieser obskuren Anbieter gibt es nämlich weder eine Rechnung noch eine 1. Mahnung.

Der Preis steht nur sehr klein unter dem eigentlichen Anmeldeformular oder gar nur in den AGBs, so dass die Opfer ihn übersehen. Korrekt ist dies nicht, aber die Abzocker setzen auf den psychischen Druck der Inkassoeintreiber, die nicht nachlassen, harsche Mahnungen zu schicken. Wirklich geklagt hat bislang nur ein Dienst und den Prozess verloren. Betroffene sollten sich also unbedingt wehren, die Verbraucherzentralen stellen Standardbriefe zur Verfügung. Weiter Infos auch hier.
Nachtrag (10.4.0
: Inzwischen gibt es einen ausführlichen Artikel von mir zu dem Thema.
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