Mit 'Junk-Food' getaggte Einträge

Kunstprodukt: Alba-Öl statt Butter

Letztens hab ich ein Fläschchen Alba-Öl bekommen, ein flüssiges Fett, das tatsächlich wie Butter riecht und schmeckt. Ich hab Pfannkuchen damit gemacht, was gut gelungen ist. Ich dachte, Alba wäre irgendeine exotische Pflanze, die sie jetzt entdeckt haben, von einer abgelegenen Insel. Gut für den Geschmack und gut fürs Cholesterin. Bei meinen Recherchen im Netz bin ich aber drauf gestoßen, dass es ein Kunstprodukt auf der Basis von Rapsöl aus Schweden ist. Die Hersteller fügen dem eigentlich sehr hochwertigen Rapsöl Aromen, Emulgatoren, Farbstoffe und Antioxidationsmittel hinzu… Brrr. Alter Schwede! Das ist dann doch nicht mein Fall. Junk-Food. Aber das Fläschchen ist schön, falls der Schenkende dies liest, und gießt einen sehr schönen, dünnen Strahl.

albaöl

Klebfleisch (auch Formfleisch) in der Haute-Cuisine

Lebensmittelfachleute, Verbraucherschützer, Köche und die Medien diskutieren derzeit viel über das Klebfleisch. Bei dieser Methode fügen Lebensmitteltechniker Fleischstücke, oft Abfall, mit einem speziellen Kleber zusammen, sodass verkaufbare Produkte entstehen. Das findet sich dann zum Beispiel als Schinken in Fertigprodukten. Ähnliches gibt es für Fisch oder Milchprodukte. Als Kleber kommen sogenannte Transglutaminasen zum Einsatz, die ähnlich der Blutgerinnung funktionieren, schreibt Wikipedia.

Junk-Food? Gammelfleisch? Letztendlich würde ich in den allermeisten Fällen sagen, ja. Spannend fand ich jetzt einen Beitrag von Christian Mittermeier auf Nachgesalzen, in dem er ein Kochrezept mit Transglutaminasen beschreibt. Er hat aus Fleischabfällen — von Qualitätsfleisch — gebratene Würfel konzipiert. Was soll man dagegen sagen? Allerdings schreibt er auch: “Was ich von Transglutaminase halten soll, weiß ich selbst noch nicht.”

Prinzipiell bin ich ebenso kritisch, denn der Hauptanwendungszweck wird die Restverwertung von Billigfleisch in der Massenproduktion von Fertignahrung sein. Und das ist nicht mein Fall. Die EU entwirft derzeit eine Verordnung zu diesem Thema, und der Bundesrat hat vor ein paar Tagen die Bundesregierung aufgefordert, sich für eine starke Kennzeichnungspflicht einzusetzen. Das finde ich das Mindeste. Die Verbraucherzentralen fordern sogar, dass so ein geklebtes Produkt nicht Schinken heißen darf: “Wo Schinken drauf steht, muss auch Schinken drin sein”. Analog zum Analogkäse. Wer kauft schon eine Pizza mit Ersatzschinken und -käse?

Pressgarnele aus Fischabfällen

Langsam frage ich mich, was überhaupt noch echt ist in userer Nahrung. Analogkäse hatten wir ja schon, jetzt stoße ich auf die Surimi-Garnele, die schön nach Sushi oder Indischem Ozean klingt, in Wirklichkeit aber aus gepressten Fischabfällen und Aromastoffen besteht. Brrrrr! Warum darf so etwas Garnele heißen?

Nachtrag: Auch der Spiegel hat einen Artikel zum Thema.

Analogkäse ohne Käse

Käsesemmeln, Pizza, griechischer Salat — überall ist Käse drauf, so meint man. Denn oft ist es, gerade bei Fertiggerichten, nur ein Kunstkäse, der aus Milcheiweißpulver, Pflanzenfett und Aromen besteht. Das berichtet jetzt die taz. Der Kunstkäse ist billiger als echter Käse und leichter zu verarbeiten. Im Laden ist zum Käse analoger Käse leichter zu erkennen, da Käse in der Zutatenliste steht, wenn denn Käse drin ist, z.B. in der Fertigpizza. Schwieriger ist es in Schnellrestaurants und Bäckereien. In Stichproben wurde hier laut taz-Bericht immer wieder falsch deklarierten Analogkäse gefunden.

Gibt es eigentlich schon Analogkühe? Oder Analoghirn?

Werbelügen bei Junk-Food

Das Design-Tagebuch vergleicht: So appetitlich sieht das Fertig-Essen in der Werbung aus und so abgestanden, wenn man die Packung aufgerissen hat. Werbung und Realität, Schein und Wirklichkeit, Genuss und Ekel, Lug und Trug. Sehr sehenswert…

Via Hype 2.0



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