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Rezept: Kürbis-Hagebutten-Sanddorn-Halloween-Sauce

Warum haben alle etwas gegen Halloween? Mir gefällt das Fest, die Lichter, Kürbisse, Süßigkeiten, ein leichtes Schaudern und ein wenig Glühen im tristen Herbst. Es kommt ursprünglich wohl aus Irland, hat keltischen Ursprung und reiht sich in eine Kette anderer Lichterfeste in dieser Jahreszeit: Allerheiligen, Sankt Martin oder Santa Lucia. Ich kann mir gut vorstellen, dass all diese Feste einen gemeinsamen, heidnischen Ursprung haben, ein paar Wochen Zeitversatz heißen im Laufe der Jahrhunderte auch nichts. Siehe das griechische und lateinische Osterfest.

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Das Fest ist jedenfalls alljährlich Gelegenheit für eine Kürbissauce, heute gemischt mit Hagebutten und Sandornbeeren, alles irgendwie orange und herbstlich. Feuerdorn hätte farblich gepasst, ist aber  ungenießbar. Gerade Hagebutten geben der Sauce einen frischen, säuerlichen Biss.

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Ich hatte noch eine Restkürbissuppe, die dick gekocht eine gute Spaghettisauce gibt, etwas mit Ingwer und Zitronenschale aufgefrischt und mit Creme Fraiche verfeinert. Die entkernten Hagebutten habe ich in einem extra Topf heiß weich gekocht und am Schluss zur Sauce gegeben. Der Sanddorn wird im Mörser gepresst, die platzenden Beeren spritzen ziemlich, und der Saft ganz am Schluss durch ein Sieb zugefügt. Mit Parmesan servieren.

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Sehr schön gepasst hat  ein Silvaner vom Würzburger Stein, Juliusspital, Spätlese 2004. Gut im Alter, deutliche Altersnoten, aber noch mit etwas Frische. Sogar Hagebutte und Sanddorn fand ich im Aroma, wenn man so will. Ein vollmundiger, schöner Silvaner mit geschmeidiger Säure, leicht bitter, saftig, aber nicht pappig. Nicht hochgradig elegant, aber durchaus Kern einer erfreulichen Abendgestaltung.

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