Brunello-Skandal: USA will Importe stoppen

Bloggen und Medien, Wein

Der Wein-Blog der NY-Times, The Pour, berichtet, dass die amerikanische Regierung darüber nachdenkt, die Einfuhr von Brunello zu stoppen. Das Alcohol and Tobacco Tax and Trade Bureau, das auch für den Import zuständig ist, hat von der italienischen Regierung Informationen über vom Skandal betroffene Brunello-Erzeuger verlangt, diese aber nicht im ausreichenden Maße erhalten. Die Folge könnte ein totales Einfuhrverbot sein, bis eigene Labortests ergeben haben, welche Weine illegal verschnitten wurden.

Bedenklicher an dem Bericht finde ich aber die Tatsache, dass das Brunello-Konsortium in diesen Tagen darüber diskutiert, die Regeln für Brunello aufzuweichen, so dass neben Sangiovese auch Merlot (fruchtiger) und Syrah (dunkler) zulässig wären. Das wäre schade, denn dann verliert der Brunello seinen eigenen Charakter und es wird ein Wein, der sich nicht mehr von den vielen Coca-Cola-Weinen dieser Welt unterscheiden wird, um einen sehr treffenden Begriff von Stuart Pigott zu verwenden.

3 Gedanken zu “Brunello-Skandal: USA will Importe stoppen

  1. Schon lustig: eine Theorie zum Brunello-Skandal ist ja, dass der Brunello mit anderen rebsorten verschnitten wurde, um ihn für den amerikanischen Markt gefälliger zu machen. Nun wollen ihn die Amerikaner nicht mehr… verdrehte Welt, oder?

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