Mamutschnitzel mit Brunnenkresse und Preisselbeeren

Kost

Ein Schnitzel vom selbst erlegten Mammut über dem Feuer gegrillt mit Wiesenkräuter und Waldbeeren. Das ist wohl das Traumessen eines Anhängers von Paleo-Food, einer Ernährungsbewegung, die versucht, wie in der Steinzeit zu essen. Gesund soll es sein. Viel Fleisch, gerne auch Fett, wenig Kohlehydrate, viel Gemüse. Konkret verboten sind:

– Pflanzen, die roh ungenießbar sind.
– Pflanzen und Tiere aus Monokulturen
– Pflanzen, die sich ohne die Einwirkung von Menschen nicht fortpflanzen können
– Nahrungsmittel, die erst aufgrund Gärung, Fermentierung, Erhitzen oder Abkochen entstehen und davor nicht genießbar sind.

Das heißt keine Nudeln, kein Brot, keine Süßigkeiten. Ich frage mich, warum will ein Mensch freiwillig ohne Nudeln zehn Jahre länger leben?

Als gelernter Historiker frage ich mich ferner, woher man so genau wissen will, was die Menschen der Steinzeit gegessen haben? Mehr als viele Vermutungen gibt es nicht. Ein Beispiel: Es gibt die Theorie, dass Menschen früher Menschen gegessen haben. Liest man sehr oft. Die Theorie stützt sich darauf, dass Paläoanthropologen ein paar Knochen gefunden haben, an einem einzigen Ort in der Welt, die Schabspuren aufwiesen, wie als hätte jemand mit der Steinklinge das Fleisch abgezogen. Das ist alles. Warum da wer, mit was, was gemacht hat, weiß man de facto nicht. Ist auch 20.000 Jahre her. Aber jemand hat ein ruhmreiche Veröffentlichung gebraucht, um seine Habil anzuschieben, und seit dem steht es in den Der Zeit und in den Schulbüchern.

Grund genug aber, weiter Nudeln und Brot zu essen. Mein Credo ist, von allem zu essen, in Maßen und nie einseitig.

10 Gedanken zu “Mamutschnitzel mit Brunnenkresse und Preisselbeeren

  1. Naja, vermutlich weil der Ackerbau erst später dazukam und vorher jagen und sammeln angesagt war. Ansonsten kann ich mich nur deiner Meinung anschließen. Kleiner Tipp noch: Einfach mit Essen aufhören, wenn der Körper satt signalisiert. Da wurde in der Erziehung eben viel „versaut“, im Sinne von: „Was auf den Tisch kommt wird gegessen“. Wo sich die Mütter schon soviel Arbeit gemacht haben, am Herd.

  2. Und was war vorher angesagt? Gras fressen und rohe Mäuse? Soll das noch gesünder gewesen sein?

  3. Als gläubiger Muslem sind Saiten informatif und wichtig weil futter ist thema eins nach dem gebet – abr frage: muss das bild eines schweins auf den saiten nich jedem gläubigen Muslem den appatit ferderben? es kostet jedesmal uhbervindung die seite zu lesen!

    Natschubulla Hadschballah

  4. Da muss ich jetzt doch noch einmal das Rezept aus einem meiner Lieblingsbücher von Joseph Delteil ( La cuisine Paléolithique) zitieren, im Original, so regen sich nicht gleich alle Tier- und Naturschützer auf, nur die, die des Französischen genügend mächtig sind:-):

    Lapin à la paléolithique:
    1° attraper un beau gros lapin de garenne en pleine course, par les oreilles;
    2° l
    attacher par les pattes arrière à un jolie tronc d’arbre – si possible un résineux – au centre d’un bois de quelque vingt, vingt-cinq hectares;
    3° sans plus de façons mettre le feu à toute la forêt;
    4° manger la bête sans sel, assis sur les roches encore chaudes et parmis les odeurs divines de cet incendie sylvestre.

    voilà was eine möglichst authentische Malzeit angeht!!

  5. @Natschubulla: Ich bin nun mal kein Moslem und das Schwein nimmt in meiner Kultur einen wichtigen Stellenwert ein. U.a. ist es ein Sympathieträger. Was ich nicht verstehe ist, wenn man kein Schweinefleisch isst, wogegen ich nichts einzuwenden habe, warum man die Tiere nicht mag? Sie können doch nichts dafür, dass sie unter eine negative Speisevorschrift fallen?

    @Iris: Das überfordert grad mein Schulfranzösisch, um einen Hasen geht es, soweit bin ich noch. Ich muss es zuhause in Ruhe übersetzen 🙂

  6. na, dann doch noch die Übersetzung:

    Kaninchen nach Art des Paläolitikums:

    1° ein schönes fettes Wildkaninchen im Lauf fangen, an den Ohren;

    2° es mit den Hinterbeinben an einen schönen Baumstamm binden – möglichst einen Nadelbaum – mitten in einem Wald von 20 bis 25 Ha;

    3° ohne weitere Umstände den ganzen Wald anzünden;

    4° das Tier ohne Salz essen, auf den noch warmen Felsen sitzend und inmitten der göttlichen Düfte dieses Waldbrandes.

    Ich hatte Dich gewarnt, wenn schon Schweinebilder Anstoß erregen, wird uns das sicher nicht mehr als pc durchgelassen:-)…

  7. Jetzt weiß ich, warum bei Euch in der Gegend so oft ganze Landstriche den Flammen zum Opfer fallen. Wie viele Hektar braucht man denn für ein Wildschwein?

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