Lachsravioli mit Pecorino und Equinoxe

Kochblog-Event, Kost, Wein

Véronique trägt das 41. Kochblog-Event aus, das Thema lautet Räuchern gestattet.

Wir haben Lachs zwar nicht geräuchert, aber so gekauft, mit Ricotta gemischt, in Nudeltaschen gefüllt und mit Kräuteröl serviert. Selbst gemachte Nudeln schmecken am besten, das braucht man niemandem mehr zu sagen, allein der Geruch nach frischem Ei ist unersetzlich. Mit einer Nudelmaschine tut man sich besonders leicht, zusätzlich haben wir ein Ravioli-Brett, mit dem auch das Füllen und Formen der Teigtäschchen ein Kinderspiel ist.

Nudeln
500 g Mehl (+ Mehl für die Verarbeitung)
6 Eier
ein Tropfen Öl
eventuell etwas Wasser
Salz

Füllung
ca. 4 Pakete Räucherlachs (eventuell mit Kräuterbeize)
2 Pakete Ricotta
Limettensaft
Olivenöl
Gewürze (Pfeffer, Muskatnuss…)

Sauce
Öl
frische mediterrane Kräuter
Pecorino

Zubereitung: Teig für frische Nudeln enthält meistens Ei, etwas feiner wird er, wenn man statt ganzen Eiern nur die Eigelbe verwendet, dann aber die Menge verdoppelt. Nudeln aus Hartweizengries sind im Hausgebrauch deutlich schwerer zu verarbeiten, für frische Pasta taugt Mehl 405 aber sehr gut.

Mehl, Eier und Salz zusammenkneten. Der Teig sollte sehr elastisch sein, was durch langes Kneten erreicht wird. Ist er zu trocken und brüchig, etwas Wasser hinzufügen. Zu feucht ist kein Problem, das gleicht man beim Durchwalken mit Maschine aus. Nach dem Kneten ruht der Teig in Klarsichtfolie gewickelt im Kühlschrank für eine Stunde.

Währenddessen wird die Fülle zubereitet. Lachs pürieren, mit den restlichen Zutaten vermengen.

Nach der Ruhezeit holt man ein eigroßes Teigstück aus dem Kühlschrank und jagt es ein paar Mal durch die erste Stufe der Nudelmaschine. Wenn der Teig zu feucht und klebrig ist, etwas Mehl drauf streuen und erneut durch die Maschine drehen, bis die Konsistenz passt. Nun eine Teigbahn bis zur vorletzte Stufe plätten.

Die Ravioli-Form leicht bemahlen, besonders in den Ecken, und die Teigplatte auflegen. In jede Mulde etwas Füllung legen und alles mit einer weiteren Teigplatte belegen. Es sollten in den Ravioli nur ein minimales Luftpolster entstehen, sonst platzen sie beim Kochen. Mit dem Nudelholz rollt man über die Form, so dass die Teigplatten sich verbinden und gleichzeitig die Ravioli ausgestochen werden. Die fertigen Täschchen auf einem bemehlten Tuch ausbreiten. Den restlichen Teig mit der nächsten Portion vermengen und verarbeiten.

Kochzeit: Circa 10 bis 12 Minuten. Mit Kräuteröl beträufeln und grob geriebenem Pecorino bestreuen.

Als sehr guter Begleiter hat sich der Equinoxe 2007 von Arjolle erwiesen, ein würziger, kräftiger Wein, der viele schöne Fruchtnoten aufweist: Aprikose, Pfirsich, Mandarine, Zimt, Limette, mineralisch. Ein deutlicher Holzeinsatz ist unverkennbar, scheint mir aber etwas milder als im 2006er zu sein. Der Geschmack ist mild und voll, fruchtig und vielseitig. Hat mir sehr gut gefallen.

Domaine de l’Arjolle, Equinoxe 2007
Vin de Pays des Côtes de  Thongue
Frankreich/Midi

Weiß, Viognier, Sauvignon Blanc, Muscat
13 % Alkohol; Ausbau im Barrique

7 Gedanken zu “Lachsravioli mit Pecorino und Equinoxe

  1. Gefällt mir. In Ravioli verarbeitet und mit Ricotta „verdünnt“, geht der Rauchlachs also auch zu Barrique-weinen ? Zu purem Rauchlachs nehme ich sonst immer nur tankausgebaute.

  2. @lamiacucina: Ja, das hat sehr gut gepasst, vielleicht auch, weil die Ravioli heiß sind. Zu einer kalten Platte mit Räucherlachs kann ich mir den Equinoxe auch nicht vorstellen.

    @Barbara: Vielen Dank!

    @Uli: Maggined, Du alter Troll!

  3. Irgendwie hatte ich dieses Posting bis heute übersehen, was Schade ist, denn die Ravioli sehen wirklich appetitlich aus, und der Wein hätte mir vermutlich geschmeckt. Eine Frage jedoch: wieviel wiegt ein Paket? 🙂

  4. Ein Paket Räucherlachs? — Da bin ich jetzt glatt überfragt. Ich meine, es wären 150g gewesen…

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