„länger haltbar“ und doch schon alt

Kost

Die taz berichtet, dass die Entscheidung über die Bezeichung von ESL-Milch nun gefallen ist: Sie wird mit „länger haltbar“ beschriftet, darf aber nach wie vor als Frischmilch gehandelt werden, obwohl sie, wie die taz eigens hervorhebt, bereits vier Wochen alt sein kann. Auch Bio-Milch gibt es übrigens in der ESL-Variante. Herkömmliche Milch heißt fürdehin „traditionell hergestellt“.

5 Gedanken zu “„länger haltbar“ und doch schon alt

  1. Jetzt bin ich ganz verwirrt: was ist denn jetzt „herkömmliche Milch“? Welche Tradition ist gemeint? Die, die ich noch im Kopf habe: also Rohmilch, die man frisch (fast) vom Bauern kaufen kann, oder die abgetöteten der letzten 30? Jahre? Wenn dem so wäre, dann hätten wir doch gleich einen Kanditaten für das nächste Unwort des Jahres!

    Obwohl mich das angesichts der vielen Weinbeschreibungen, die pauschal mit „traditioneller Weinbereitung“ werben und dahinter die ganze Batterie der modernen Chemie/Oenologie verdunkeln oder der hier überall wuchernden „traditionellen provenzalischen“ Standarthäuser, die billigste Baumaterialien und Verfahren hinter rosa oder gelbem Anstrich verbergen, schon eines Besseren belehrt haben sollten…

    Als nächstes kriegt das alles noch den Stempel einer „besseren“ CO2 Bilanz und die Kundenverdummung ist perfekt.

  2. Allein den Namen „Extended-Shelf-Life-Milch“ finde ich schon krass.

    Hat schon mal jemand geschmackliche Unterschiede zwischen dieser und jener traditionell hergestellten festgestellt?

  3. @mipi
    ja, schmeckt deutlich schlechter als traditionelle Frischmilch. Meine ich zumindest.
    Wir sollten mal eine Art Blogkarneval machen und die ganzen Milchsorten verkosten und die Packungen unter die Lupe nehmen.

  4. Oh Mann … Da fällt mir immer „Brust oder Keule“ mit Louis de Funès ein. Irgendwann essen wir nur noch Plastik und merken es nicht mehr. Wir hatten ganz früher mal eine Weile unbehandelte Milch direkt vom Bauernhof, die hat geschmeckt – sagenhaft! Dafür würde ich glatt das Doppelte zahlen wie für das weiß gefärbte Wasser, was man heute unter dem Namen „Milch“ kaufen kann. Kriegt man nur nirgends mehr. Schade …

  5. @mipi: Geschmacklich geht das wohl auch in Richtung H-Milch, hat also den typischen Kochgeschmack. Aber, wie gesagt, ich trinke keine Milch.

    @Weinnase: Ein Film, der mir immer gut gefallen hat 🙂

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