Weinrallye 27: Garagenwein

Wein, Weinrallye

Die 27. Weinrallye findet wieder einmal im Winzerblog statt, und Thomas sucht Weine von der Tankstelle.

In der Tat gab es eine Zeit in meinem Leben, in der ich Wein an der Tankstelle gekauft habe, vorzugsweise nach Ladenschluss, der damals noch bei halb Sieben lag. Meine Favoriten waren Vin de Pays de l’Aude oder d’Herault oder vergleichbare französische Landweine im 1,5-Liter-Format, preislich bei 3-4 Mark. Ehrliche Weine aber nicht falsch. Heute musste ich feststellen, dass es diese Weine an der Tanke gar nicht mehr gibt. Das Preisniveau hat sich verdoppelt (in Euro), und es finden sich Massen an Alcopops, die die Jugendlichen von heute ansprechen.

Die Gelegenheit ließ mich dann einen Wein wählen, den ich mir normalerweise nicht gekauft hätte, einen namenlosen Zweigelt aus Österreich, um ihn tief unten in der Garage zu verkosten:

garage3

Während der Probe, war ich mir echt nicht sicher, ob ich mir nicht aus Versehen von der Bremsflüssigkeit daneben eingeschenkt habe:

garage2

Zugegeben, ich weiß nicht, wie Bremsflüssigkeit wirklich schmeckt, aber so ähnlich stelle ich sie mir vor. Zu sauer (eine beißende Säure), zu malzig-süßlich und zu feurig, die 12,5 Prozent Alkohol schlagen voll durch. Weder für Magen noch für die Bremshydraulik geeignet.

11 Gedanken zu “Weinrallye 27: Garagenwein

  1. Schreckliche Vorstellung, wenn man daran denkt, dass nicht so weinkundige Menschen so ein Zeug saufen und dann auf immer und ewig denken, dass Zweigelt aus Österreich halt wie fuselige Plörre schmeckt. Solche Weine ruinieren mithin sorgsam aufgebautes Image:-(

  2. gab’s da nicht mal was mit Kühlflüssigkeit zum Aufsüßen? Glycol hieß das glaube ich…

    Hut ab, dass Du einen echten Garagenwein im Selbstversuch vorgestellt hast:-)!

  3. Ja, an den Glycol-Skandal erinnere ich mich auch noch. Mein Vater hatte lange noch einen echten Glykol-Molitor im Keller. Heute vielleicht eine Rarität der besonderen Art 🙂

  4. Hab mich erst gewundert, als ich Schwanburg auf der Etikette gelesen habe, Castel Schwanburg, Nals, Südtirol. Erst bei genauerem Hinsehen klärte sich die Sache als Schwanberg auf.

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