Hirsch Lemberger 2016

Wein

Wer — wie ich — Weine mit viel Biss gerne mag, der trifft mit Lemberger oder Blaufränkisch in Österreich genannte eine gute Wahl. Lemberger ist für mich der einzige deutsche Rotwein neben dem Spätburgunder, der etwas Struktur und Eleganz  verspricht. Heute bin ich im Jacques Weindepot über den Erzeuger Hirsch gestolpert, der mir bislang nichts sagte, wie die meisten seiner Kollegen aus Würtemberg. Bitte nicht als Ignoranz verstehen, aber ich hab wenig Bezug zum Ländle, anders als zu Baden oder Franken.

Der Lemberger von Christian Hirsch hat mir gut geschmeckt. Zuerst war er noch ein bisschen verschlossen, rauchig mit viel Biss. Auch der Auftakt ist bissig, etwas moussierend, pfeffrig mit nervige Säure und deutlichen Tanninen. Darunter eine leichte, beerige Süße, insbesondere Heidelbeeren. Aber auch schon ein bisschen tomatige Reife. Bitter im Abgang. Später öffnet er sich mit Kirschen und Johannisbeeren. Insgesamt ein frischer, strukturierter und stimmiger Wein. Aber nix für Schleckermäuler.

Hirsch Lemberger 2016
Qualitätswein
Deutschland/Würtemberg

Rot; Lemberger (Blaufränkisch)
13,5 % Alkohol; Ausbau z.T. im Barrique

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