Sauereibloggen: Abo-Abzocke mit Koch-Community

Bloggen und Medien, Kost

Sauereibloggen am Mittwoch: Abo-Abzocke im Internet scheint nach wie vor ein lukratives Geschäft zu sein. Obwohl die Abzocker die Gerichte ausnahmslos gegen sich haben, wirken die massiven Erpressungsversuche gegen die Opfer so stark, dass diese bezahlen und eine rechtliche Auseinandersetzung scheuen.

Die Verbraucherzentrale Niedersachsen warnt wieder einmal vor der Connects 2 Content GmbH in Düsseldorf, die auch die Webseite rezepte-ideen.de betreibt. Die Firma hat den Kunden eine kostenlose Mitgliedschaft in einer Community angeboten, die aber nach einiger Zeit mit einer AGB-Änderung in eine kostenpflichtige verwandelt. Dann hagelte es Rechnungen über 84 Euro im Jahr.

„Betroffene sollten auf keinen Fall zahlen und sich nicht einschüchtern lassen. Auch dann nicht, wenn eine Rechnung von einem Inkassounternehmen oder Rechtsanwalt kommt!“, schreiben die Verbraucherschützer. Wie man sich zur Wehr setzt, lest Ihr hier, insbesondere im Interview auf Seite 3.

Internet-Abzocke Teil II

Bloggen und Medien

Ich hatte letztens hier über Internet- bzw. Abo-Abzocke mit Kochrezepten geschrieben. Das Posting war während der Recherche zu einer größeren Geschichte entstanden, die sich allgemein mit dem Thema befasst. Die ist nun erschienen (PC Magazin 5/2008 auch online). Unter anderem steht ausführlicher beschrieben, wie man sich wehren kann. Das sollte man unbedingt tun, denn bislang hat nur ein Abzocker einen Prozess gewagt und auch gleich verloren…

Abzocke mit Kochrezepten

Kost

Gerader recherchiere ich für einen Artikel zum schönen Thema „Abzocke im Internet“ und bin dabei auf die Seite kochrezepte-server.com gestoßen. Für 59,95 Euro bekommt der Übertölpelte sechs Monate Zugang zu einer Sammlung von angeblich 30.000 Rezepten, von der ich lieber nicht wissen möchte, wie sie zustande gekommen ist. Natürlich zahlt kein Mensch knapp sechzig Euro für etwas, das er überall im Web kostenlos bekommt (z.B. in Koch- und Genussblogs). Aber die Opfer merken meist solange nicht, dass sie einen kostenpflichtigen Dienst benutzen, bis die 2. Mahnung kommt. Bei den meisten dieser obskuren Anbieter gibt es nämlich weder eine Rechnung noch eine 1. Mahnung.

Der Preis steht nur sehr klein unter dem eigentlichen Anmeldeformular oder gar nur in den AGBs, so dass die Opfer ihn übersehen. Korrekt ist dies nicht, aber die Abzocker setzen auf den psychischen Druck der Inkassoeintreiber, die nicht nachlassen, harsche Mahnungen zu schicken. Wirklich geklagt hat bislang nur ein Dienst und den Prozess verloren. Betroffene sollten sich also unbedingt wehren, die Verbraucherzentralen stellen Standardbriefe zur Verfügung. Weiter Infos auch hier.

Nachtrag (10.4.08): Inzwischen gibt es einen ausführlichen Artikel von mir zu dem Thema.