Bayern hat neuen Kultusminister

Bloggen und Medien

Gerade lese ich, dass Seehofer das Kultusministerium neu besetzt. Ich hoffe, dass er damit einen Wandel in der Schulpolitik anzeigen will, denn dem Horror, der sich hier zwischen der dritten und zwölften Klasse abspielt, sind weder Schüler noch Eltern noch die Lehrer gewachsen, und er diente bislang wohl eher der Befriedigung von Sadisten und Politikern. Tatsache ist, dass in Umfragen nach der Wahl, Bildung das Kritikthema Nummer Eins im Freistaat ist. Und dass ein zeitgemäßes Bildungssystem nicht nur gute sondern gerade auch viele gute Schüler entlassen sollte. Und das geht nicht mit gnadenlosem Rausprüfen ab der vierten Klasse. Ich hoffe, das hat sich bei den göttlichen Eingebern der Regierung langsam rumgesprochen und löst das rückständige Des-homa-scho-allawei-so-gmacht ab. Jetzt halt ich wieder meine Klappe zur Politik. F’up.

Rüge für die CSU wegen gebrochenem Gentechnik-Wahlversprechen

GenFood und JunkFood, Kost

Im bayerischen Wahlkampf, am Sonntag ist Landtagswahl, fordert die CSU lautstark, dass die Regionen bei der Einrichtung von Gen-Feldern mitbestimmen sollen. Die Online-Aktivisten von Campact bemängeln nun, dass eben diese CSU versucht, im Bundestag eine entsprechende Abstimmung von Donnerstag auf nach der Landtagswahl zu verschieben — „um den Antrag dann abzulehnen?“, fragen sie ketzerisch. Wer also der CSU die Leviten lesen will, kann sich an einer E-Mail-Aktion von Campact an Seehofer und Ramsauer beteiligen. Darin heißt es „Zeigen Sie, dass Sie es ernst meinen. Beziehen Sie Position und verschieben Sie die Abstimmung nicht! Setzen Sie sich jetzt für gentechnikfreie Regionen ein!“ Bei dieser Forderung kann man nix falsch machen, finde ich.

Süffisanter Weise handelt es sich bei dem Antrag im Bundestag um eine Vorlage der CSU aus dem bayerischen Landtag, die jetzt aber die Grünen in Berlin eingebracht haben.

Bayerischer-Schweizer Wurstsalat

Kochblog-Event, Kost

Zum Geburtstag der Schweiz am 1. August hat Zorra zu einem Kochblog-Event aufgerufen. Da nun München und die Schweiz eine gemeinsame Vergangenheit im Kriegmachen gegen die Habsburger haben, wobei die Sendlinger Mordweihnacht zugegeben einen anderen Ausgang genommen hat, ist der Schmied von Kochel doch auch ein bisschen Wilhelm Tell und Grund genug, einen bayerischen Schweizer Wurstsalat in Angriff zu nehmen.

Bayerisch betone ich deshalb so, da der hiesige Schweizer Wurstsalat ein paar Eigenheiten hat, die ihn von anderen unterscheiden, wie auch im Verlauf des aktuellen Kochbog-Events schon deutlich wurde. Denn einmal kommen nur Regensburger Würste in Betracht, keine Fleischwurst und kein Braten oder sonst etwas. Regensburger. Punkt. Die Zutaten werden nicht zu klein geschnitten, sondern relativ grob verwendet. Also ganze Wursträder und grobe Käsestücke. Und es kommt so viel Salatsauce hinzu, dass der ganze Salat ein bisschen schwimmt. Die Sauce ist daher etwas dünner und wird mit Wasser, Weißwein oder änlichem gestreckt. Die Reste tunkt der Bayer mit Weißbrot oder Brezen auf.

Salat
In Räder geschnittene Regensburger
Schweizer Emmentaler
Zwiebel in Ringen oder Halbringen

Sauce:
Halb Essig, halb Öl
Etwas Senf
Wasser, Weißwein, Sherry oder Essiggurkenwasser zum Strecken
Salz, Pfeffer
Frische Kräuter

Weitere Zutaten nach Belieben:
Radieschen
Essiggurken
Baguette, Brezen, Semmeln

Der Salat sollte vor dem Servieren ein bis zwei Stunden durchziehen. Und jetzt muss ich beichten, dass ich ursprünglich Engadiner Maluns vorstellen wollte, die mir aber gründlich missraten sind. Vielleicht hätte ich dieses Rezept nehmen sollen.