Rezept: Moros y Christianos

Kost, Wein

Schwarze und Christen. So einfach ist das kubanische Weltbild der Kolonialzeit, und als Sättigungsbeilage hat es sich bis heute erhalten. Schwarze Bohnen und weißer Reis. Wir haben es auf Kuba vor vielen Jahren ein paar Mal gegessen, und eigentlich war es wirklich nicht viel mehr, als eben gekochte Bohnen mit gekochtem Reis. Für ein karibisches Essen fand ich ein raffinierteres Rezept, das mir besser gefällt.

250g Reis
175g Schwarze Bohnen
250g geschälte und klein gehackte Tomaten
Eine grüne Paprika
Zwiebel, Knofi, Chili

Bohnen weich kochen, aber mit Biss. Zwiebel, Paprika und Knofi kurz andünsten, mit den Tomaten ablöschen und etwas reduzieren. Nun die Bohnen, den Reis und 450ml Wasser dazu, und den Reis auf kleiner Flamme quellen lassen. Abschmecken. Der Kenner wird auf dem Bild unten erkennen, dass es sich um schwarze Linsen und nicht Bohnen handelt. Das hat dem Genuss aber keinen Abbruch getan.

Das Hauptgericht bestand irgendwie aus Fisch und gekochtem Obst, nicht mein Fall, aber einen sehr schönen Wein haben wir dazu getrunken: Den 2008er Equinoxe von Arjolle. Das ist ein Wein des Südens, Viognier, Sauvignon Blanc, Muscat, im Barrique ausgebaut. Eine gute Mischung, der voluminöse Viognier mit den frischen Sauvignon und dem würzigen Muscat. Die Tropenfrüchte haben mir hier besser geschmeckt, als im Essen. Sehr deutlich ist die Würze, der Holzton allerdings recht vordringlich, noch ein, zwei Jahre im Keller schaden ihm nicht.

Bohnen und Burgunder

Kost, Wein

Heute hab ich Feuerbohnen geerntet, die leider aber nur dann feurig sind, wenn sie rot blühen oder wenn man die Kerne lila ausreifen lässt. Zwischen drin sind es langweilig grüne Bohnen.  So wie heute. Am liebsten mag ich sie, wenn sie noch recht jung und zart sind, junges Gemüse eben. In dünne Scheiben geschnitten und in einer Sahnesauce zu Spaghetti.

Zwiebeln
Junge Bohnen
Salbei
Sahne
Sherry
Eine Prise Salz, Zucker, Safran, Chili
Parmesan

Eine ordentliche Menge Zwiebeln klein würfeln, in Öl langsam dünsten, bis sie zerfallen, gelb dürfen sie sein, aber nicht braun. Dann den Salbei und die Bohnen dazu, anziehen lassen, mit einem Schuss Sherry ablöschen, einkochen lassen. Dann die Sahne und die Gewürze dazu, cremig einkochen lassen. Nudeln kochen, abgießen, zurück in den heißen ‚Topf, mit der Sauce und Parmesan vermischen und alles kurz durchziehen lassen.

Zum jungen Gemüse gab es sehr passend jungen Burgunder, einen Hautes Côtes de Nuits 2006 von Michel Picard. Ein feiner, fruchtiger, eher jung zu trinkender Pinot. Kirschrot, hell, schönes Leuchten. Dezentes, feines Aroma, beerig, Kirsche, Erdbeere, Himbeere, auch ein herber Zug, Kakaopulver, Rauch. Im Geschmack ein frischer Auftakt, frische Säure, leicht beerige Süße, volle, reine Beerenfrucht, Burgunder-Schmelz, voll und rund, ganz leichter Biss, langer Abgang. Ein frischer, fruchtiger Wein, nicht gekünstelt und harmonisch. Nix für die Ewigkeit, aber sicher in zwei Jahren noch sehr gut.

Michel Picard Haute Côtes de Nuits 2006
Haute Côtes de Nuits AC
Frankreich/Bourgogne

Rot; Pinot Noir
12,5 % Alkohol