REWE macht Cotton made in Africa

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Die REWE Group (sic!) posaunt heute in die Welt, dass sie der Initiative „Cotton made in Africa“ beigetreten ist. „Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Politik sowie Nichtregierungsorgansisationen werden rund 150.000 afrikanische Kleinbauern in effizienten und umweltschonenden Anbaumethoden geschult. Ziel ist es, die Qualität der Baumwolle zu verbessern und die Erträge zu steigern.“ Das klingt ja ganz schön, aber ist es nicht so, dass die großen Discounter die Einkaufspreise der heimischen Bauern so weit drücken, dass diese nur überleben können, wenn sie mit Subventionen finanziert in aller Welt billig verkaufen können? So dass ein Allgäuer Bauer auf dem afrikanischen Mark konkurrenzfähig ist und die dortige Entwicklung der Landwirtschaft hemmt? So funktioniert doch die Globalisierung, meist auf Kosten der dritten Welt?

Und jetzt helfen die Discounter den afrikanischen Bauern PR-wirksam beim Baumwollepflanzen. „Mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe sollen die Bauern zunächst in Benin, Burkina Faso, Sambiaund Mosambik aus eigener Kraft die Armutsspirale dauerhaft durchbrechen.“ Find ich jetzt irgendwie zynisch, oder hab ich was falsch verstanden?!