Blog Action Day: Food

Bloggen und Medien, GenFood und JunkFood, Kost

Der diesjährige Blog Action Day am 16. Oktober hat Food als Thema: Nahrung. Dass das ein zentrales Thema aller Genuss-Blogger ist, ist klar, denn während der weitaus größere Teil der Menschheit froh ist, überhaupt etwas zu essen zu bekommen, lebt der andere im Über- und Wegwerfangebot, und kugelt Luxusprobleme vor sich her. Zwischen beiden Welten gibt es viele feine Zusammenhänge, etwa die subventionierte, landwirtschaftliche Überproduktion im Westen oder die Nutzung von potenzieller Ackerfläche für McDonalds-Rinder. Ganz zu schweigen von Biodiesel, der wirklich nur in der CO2-Zertifikatrechnung der Autoindustrie einen Sinn ergibt. Es gibt also viel zum Thema globale Nahrung zu sagen und wir als Food-Blogger sollten das auch tun. Registriert Euch!

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REWE macht Cotton made in Africa

Bloggen und Medien, GenFood und JunkFood

Die REWE Group (sic!) posaunt heute in die Welt, dass sie der Initiative „Cotton made in Africa“ beigetreten ist. „Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Politik sowie Nichtregierungsorgansisationen werden rund 150.000 afrikanische Kleinbauern in effizienten und umweltschonenden Anbaumethoden geschult. Ziel ist es, die Qualität der Baumwolle zu verbessern und die Erträge zu steigern.“ Das klingt ja ganz schön, aber ist es nicht so, dass die großen Discounter die Einkaufspreise der heimischen Bauern so weit drücken, dass diese nur überleben können, wenn sie mit Subventionen finanziert in aller Welt billig verkaufen können? So dass ein Allgäuer Bauer auf dem afrikanischen Mark konkurrenzfähig ist und die dortige Entwicklung der Landwirtschaft hemmt? So funktioniert doch die Globalisierung, meist auf Kosten der dritten Welt?

Und jetzt helfen die Discounter den afrikanischen Bauern PR-wirksam beim Baumwollepflanzen. „Mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe sollen die Bauern zunächst in Benin, Burkina Faso, Sambiaund Mosambik aus eigener Kraft die Armutsspirale dauerhaft durchbrechen.“ Find ich jetzt irgendwie zynisch, oder hab ich was falsch verstanden?!

China-Gefahr: Kauft Soya-Sauce!

Wein

Bei Weinverkostung und im Drink Tank muss ich lesen, dass es bald keinen Martell-Cognac mehr in Deutschland gibt, weil der Mutterkonzern Pernod-Ricard seine Waren auf den chinesischen Markt werfen wirft. Dort steigt die Abnahme gewaltig. Die Nachfrage der Milliarden Asiaten macht unsern Sprit teuer, macht den Bordeaux-Wein teuer und nun macht sie auch noch den Cognac rar. Da gibt es im Zeitalter der Globalisierung nur eine Antwort: Genießer aller Abendländer, kauft den Chinesen die Soya-Sauce weg. Am besten kanisterweise.:

Wenn dann im Pekinger Abendblatt steht: Weil die Nachfrage nach echter chinesischer Soya-Sauce in Europa so groß ist, hat sich der Preis verdoppelt (bei sinkender Qualität). Dann geben sie uns vielleicht unseren Bordeaux und unseren Cognac zurück.