Blaubeerpfannkuchen

Kost

Welche Art von Pfannkuchen man für dieses Rezept wählt, ist eigentlich egal, nur sollte der Teig etwas fester sein, sodass die Pfannkuchen nicht zu dünn werden. Die Blaubeeren kommen in den Teig, die Pfanne sollte nicht zu heiß sein, dann brät man sie von einer Seite gut durch, wendet sie nur kurz, sodass die Blaubeeren nicht komplett zermatschen. Das hört man in der Pfanne, sobald es beginnt zu zischen, platzen die Blaubeeren und Flüssigkeit wird frei. Dann ist es Zeit, sie aus der Pfanne zu nehmen.

Mit Puderzucker servieren.

45. Kochblog-Event: Flambierte Topfenpalatschinken

Kochblog-Event, Kost

Zum Vierten Jubiläum ihres Kochblog-Events wünscht sich Zorra ein Desserts. Für einen absoluten Klassiker halte ich mit einer Topfencreme gefüllte Palatschinken, leicht orange parfümiert und zum Schluss flambiert. Für unsere Freunde aus dem Norden, es geht im Prinzip um mit Quark gefüllte Pfannkuchen, aber so einfach ist das auch wieder nicht.

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Palatschinken
300 g Mehl
6 Eier
1/2 l Milch
3 El Zucker
etwas gebräunte Butter
Salz

Füllung
2 Eier
150g Puderzucker
500g Schichtkäse
eine handvoll Rosinen
ein Schuss Cointreau
Schale von einer Orange
Vanille

Garnieren
Etwas Sahne
Cointreau zum Flambieren
Puderzucker

Ihr wisst ja, wie ihr Pfannkuchen macht. Für die Creme Eier und Zucker schaumig rühren, dann die anderen Zutaten unterrühren. Es schadet nicht, wenn die Creme eine Stunde durchzieht. Dann die Pfannkuchen damit bestreichen. Zwei Mal zusammenfalten, so dass hübsche Täschchen entstehen. Diese in eine Form schichten, mit Sahne übergießen und bei 200 Grad überbacken. Die Ränder der Palatschinken sollen schon knusprig sein, aber nicht verbrannt. Dann mit Cointreau flambieren und auf den Tellern mit Puderzucker schmücken. Die Gäste platzen dann entweder vor Neid oder weil sie sich überfressen haben.

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Spargel, Flädle, Schinken und Silvaner vom Stein

Wein

Traditionell gibt es Spargel bei uns mit Flädle und Schinken. Flädle sind dünne, schwäbische Kräuterpfannkuchen, deren Ei-Gehalt schon in Richtung Omelette tendiert. Pro Ei rechne ich nur 30 bis 40 Gramm Mehl. Dann rührt man so viel Wasser hinein, bis ein dünnflüssiger Teig entstanden ist. Der soll in der Pfanne gut verlaufen, so dass sich wirklich dünne Flädle damit heraus backen lassen. Frische, gehackte Kräuter nach Belieben, in jedem Fall Schnittlauch. Und — ich weiß nicht, ob ich es dazu sagen muss — natürlich keinen Zucker.

Die heißen Flädle, den gebutterten Spargel und den gekochten Schinken bester Qualität serviert man getrennt. Auf dem Teller wird der Spargel nicht mit ins Omelette gewickelt, sondern nur der Schinken. Wer da noch Hollandaise drüber kippen will, ist selbst schuld. Ich mag den Spargel übrigens durchaus mit etwas Biss, also nicht bis kurz vor die Zellauflösung verkocht.

Spargel ist kein einfacher Partner für Wein, denn dieser darf nicht zu spritzig sein, sonst stört er sich mit dem herben Unterton des Spargels. Andererseits darf er nicht zu mild und geschmacksneutral sein, sonst geht er unter. Mild und voll heißt die Devise. Ich hab mich für eine angereifte Silvaner-Spätlese von Würzburger Stein entschieden.

Noch ein Wort zum Würzburger Stein. Nur wenige Weingüter haben die Ehre, dort anbauen und ernten zu dürfen. Den größten Brocken teilen sich Juliusspital, Staatlicher Hofkeller und Bürgerspital. Silvaner ist die Traditionsrebe, so gibt es noch einen Bocksbeutel Stein-Silvaner von 1540, den Hugh Johnson einmal verkosten dürfte (mit einer Spritzennadel wurde etwas Flüssigkeit durch den Korken entzogen), und er war der Meinung, dass der Wein durchaus noch Frische hätte. Die hatte meine trockene Spätlese von 2005 durchaus auch, kein Wunder nach erst drei Jahren. Die Farbe ist hellgold, wie bei einem jungen Wein. Das Aroma fein und frisch. Leicht mineralisch, Tropen- und Südfrüchte (insbesondere Maracuja), Wiesenblumen. Der Auftakt ist mild, fruchtig, es zeigt sich ein leichtes Prickeln, geschmeidige, feine Säure, runder Körper, langer Abgang. Ob er noch 500 Jahre durchhält, kann ich nicht garantieren, aber für ein Hundertstel davon ist er sicher noch gut. Und zum Spargel passt er jetzt schon.