Jubiläumsblogevent 56: Spargel-Schinken-Tarte

Kochblog-Event, Kost

Zorra feiert den fünften Geburtstag ihres Kochblog-Events und das Thema lautet Brunch, der britische Breakfast-Lunch.

Zu einem guten Brunch gehört eine gute Tarte, ich habe mich zeitgemäß für eine Spargel-Schinken-Tarte entschieden, die eine sehr schöne geschmackliche Mischung aus Spargel, Schinken und Ei ergibt. Als Teig dafür mag ich den geriebenen Teig, der schön knusprig wird, aber nicht so mürb und fett wie ein Mürbteig.

Teig
340g Mehl
170g Butter
6g Salz
85ml Wasser

Belag
1000g Spargel
500g gekochter Schinken

Guss
350ml Sahne
150ml Milch
60g Mehl
6 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika

Die Mengen sind so angegeben, wie im mir vorliegenden Rezept. Allerdings würde ich nächstes Mal vom Belag nur die Hälfte nehmen und beim Guss die Milch weg lassen. Dazu mehr im Folgenden. Für den Teig Salz im Wasser auflösen. Kalte Butter mit den Händen schnell in das Mehl reiben, dann das Salzwasser zufügen, den Teig zusammendrücken und dabei wenig kneten. Für mindestens eine halbe Stunde kaltstellen. Dann eine gefettete Springform mit dem Teig auslegen. Wenn man, wie empfohlen, nur die Hälfte des Belags nimmt, reicht eine flache Tarteform.

Für den Belag, den Spargel halbieren, wir haben uns den Luxus von Spargelspitzen geleistet :-), dann je zwei oder drei Spargelstücke in eine Scheibe Schinken wickeln und mit diesen Päckchen die Form auslegen. Mit der vollen Menge Belag gibt es zwei Schichten, mit der halben Menge eben nur eine Schicht, was für meine Begriffe vorteilhaft gewesen wäre.

Nun folgt der Guss. Alle Zutaten zusammen rühren, zum Schluss die Eier. Der angegebene Guss war etwas zu flüssig, da der Spargel Wasser zieht. Also einen Teil Milch oder Sahne weg lassen. Backen bei 200 Grad, Tendenz fallend. Die große Menge war über eine Stunde im Ofen, bei der flachen Form reichen vielleicht 45 Minuten.

Als Wein empfiehlt sich ein milder, aber kräftiger Weißer, nicht zu spritzig und nicht zu fad. Zum Brunch passt auch etwas Blubberndes, ein gereifter Sekt oder Champagner etwa.

Pressfleisch statt Schinken

GenFood und JunkFood, Kost

Dass billiger Schinken aus Pressfleisch besteht, ist allgemein bekannt. Das heißt, der Hersteller klebt Fleischreste zu Formfleisch zusammen. Soweit so gut oder schlecht, solange es auf der Schachtel steht. Dass das oft nicht der Fall ist, hat nur der NDR herausgefunden. In vielen Lebensmittelmärkten findet sich Nuss- oder Lachsschinken, der sich in der Analyse als Pressfleisch herausstellte. „Einige Hersteller, darunter die Großfabrikanten Wiltmann und Berschneider, setzen bei den von Markt getesteten Schinken also offenbar darauf, kleinere Fleischstücke zu ganzen Schinkenscheiben zusammenzukleben. Das gleiche Ergebnis auch bei geräuchertem Putenlachsschinken von Gutfried“, heißt es in der Meldung. Wen hätte es gewundert, muss man leider sagen.

Frisches Bienenwachs mit Schinken

Bloggen und Medien, Kost

Karl-Josef-Fuchs, mein Favorit unter den bloggenden Köchen, serviert eine frische Bienenwabe mit Frischkäse und Pata Negra Schinken, „der Geschmack, das Wachs wird natürlich mitgegessen, ist einzigartig!“, was mich verwundert, aber da ich Wachs nur als Kerze kenne, und zuletzt als Kind davon abgebissen habe, kann ich mir wohl kein Urteil erlauben…

Partysnack: Blätterteigstangen mit eingerolltem Schinken

Kost

Blätterteigstangen sind ein sehr dankbares Mitbringsel für eine Party: schnell gemacht, gut transportfähig und vor Ort sehr beliebt. Meine Lieblingsvariante ist die mit eingerolltem Schinken. Schinken und Teig sind ineinander verwickelt und werden durch das Backen schön knusprig. Außerdem passen sie zu so gut wie jedem trockenen Wein.

Eine Platte Blätterteig
Vier Scheiben rohgeräucherter Schinken, der Länge nach halbiert
Eigelb
Kräuter (Thymian)
Pfeffern

Teig nicht ausrollen, längs in acht Scheiben schneiden, jede Scheibe mit Eigelb bestreichen, mit Kräutern bestreuen und eine halbe Schinkenscheibe darauf plazieren. Schinken und Teigstreifen nun um die eigene Achse verdrehen, so dass Schinken und Teig sich ineinander verwickeln. Alle Stangen auf ein Backblech mit Backpapier legen, pfeffern und bei 180 Grad Umluft in den Ofen. 10-12 Minuten backen. Offen auskühlen lassen. Der Schinken sollte nicht zu salzig sein.

Steh zu Deinem Schinken!

Saubloggen

Saubloggen am Mittwoch: Den englischen Schweinezüchtern geht es schlecht. Sie bekommen vom Handel 1,10 Pfund für das Kilo Schweinefleisch, benötigen zum Überleben aber 1,44 Pfund. Nun fordern Sie „We need the supermarkets to pay an extra 34p per kg to help preserve British pig farming.“ Um ihre Forderung zu unterstreichen haben Sie einen alten Country-Song umgetextet: Stand by your Ham. Darin heißt es recht weinerlich:

„Supermarkets make all the money
We don’t make any money
And that’s quite hard to understand“

Schön schräg uns schweinreich ist auch das Video zum Song.