Zweimal Kürbistarte, süß und pikant (mit Ziegenkäse)

Backen, Kost

Einmal pikant – mit Ziegenfrischkäse – und einmal süß als klassische Pumpkin Pie. Dies ist ein Kombirezept für zwei Bleche. Man erzeugt zwei Teige, aber nur eine Kürbismasse, die später getrennt verfeinert wird.

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Zutaten Teig (in Klammern jeweils die Einzelmengen, erst pikant, dann süß)
855g Mehl (450+405, plus Mehl für die Bleche)
Ca. 520 Butter (250+270, plus Butter für die Bleche)
1 Ei, etwas Olivenöl, Kümmel (pikant)
135g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker (süß)
Salz

Zutaten Kürbismasse
1600 g Kürbisfleisch (800+800, das sind etwas zwei große Hokkaido-Kürbisse)
Frischer Ingwer
Saft von einer Zitrone
Geriebener Zimt, Nelken, Kardamom, Muskatnuss
Etwas Salz und Zucker (in beide)
400g Creme Fraiche
100g Joghurt
350g brauner Zucker (süß)
Pfeffer (pikant)
300g Ziegenfrischkäse (pikant)
Eine Handvoll Kürbiskerne (pikant)

Teig pikant
Zuerst macht Ihr die Teige: 450g Mehl, 300 Fett (= 1 Ei, ein Schuss Olivenöl und der Rest kalte Butter), Salz und Kümmel gut verkneten und kaltstellen.

Teig süß
Mürbteig aus 405g Mehl, 270g kalter Butter, 135g Zucker, einem Päckchen Vanillezucker und einer Prise Salz. Die Zutaten schnell und kalt (!) zusammenkneten. Dann sofort kaltstellen. Die kühle Verarbeitung ist beim süßen Mürbteig wichtiger als beim pikanten.

Kürbismasse
Den geschälten und in grobe Stücke geschnittenen Kürbis und den Ingwer kurz andünsten, mit wenig Wasser ablöschen, die Gewürze und den Zitronensaft dazu und weichkochen. Dabei sollte am Schluss das Ablöschwasser wieder verdunstet sein. Dann alles mit dem Mixstab pürieren. Creme Fraiche und Joghurt untermengen.
Jetzt die Masse halbieren. In die eine Hälfte kommt kräftig Salz und Pfeffer, in die andere der braune Zucker.

Backen
Die Bleche einfetten und mit Mehl bestäuben. Den pikanten Teig auf dem Blech auswellen, mit dem Ziegenfrischkäse bestreichen, dann die würzige Masse drauf und am Schluss die Kürbiskerne darüber streuen. Bei 200 Grad in den Ofen, ca. 45 Minuten.
Währenddessen den süßen Teig auswellen und mit der Masse bestreichen. Ebenso backen. Beide Kuchen halten ein paar Tage, den mit dem Käse hebt Ihr aber besser im Kühlschrank auf.

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Kyras Crema-Novi-Tarte

Backen, Kost

Zurück aus dem Urlaub, deswegen hat es mit der Freigabe der Kommentare etwas gedauert. Meine mittlere Tochter, Kyra, beginnt sich für die Zubereitung von Nachtisch zu interessieren, und hat in Italien mit mir zusammen eine Tarte entwickelt. Man könnte sie auch Nutella-Tarte nennen, aber in Italien gibt es etwas Besseres, Crema Novi. Crema Novi besteht nämlich nur aus Nüssen und Kakao ohne weitere Zusatzstoffe. Ob die Tarte auch mit Nutella gelingt, wage ich zu bezweifeln und ich werde es nicht ausprobieren. Mit Crema Novi schmeckt sie sehr gut, ist recht schwer, aber in dünnen Schnitten serviert durchaus ein festliches Dessert.

Teig
375 g Mehl
250g Butter
125 Puderzucker
Zitronenschale, Salz

Belag
2 Pakete Crema Novi (400g)
2 Eier
1 Paket Frischkäse
Kaffeelikör
Zimt

Beim Teig handelt es sich um einen klassischen 3:2:1-Mürbteig. Drei Teile Mehl, zwei Teile Butter, ein Teil Zucker. Keine Flüssigkeit, auch kein Eiweiß, denn die würde den Weizenkleber binden, was bei Mürbteig unerwünscht ist. Mit Flüssigkeit ist er leichter zu verarbeiten, aber wird nicht so schön mürb. Eigelb ist erlaubt und geht in die Fettmenge mit ein. Alle Zutaten kaltstellen, und, wenn es draußen heiß ist, auch Schüssel und Messer. Die Butter mit dem Messer in Mehl, Zucker und Gewürze hacken, dann mit den gekühlten Händen den Teig zusammendrücken. Nicht durchkneten. Wenn es draußen deutschlandkalt ist, muss man mit dem Kühlen nicht so streng sein, ich bin im Geiste noch im Süden. Wenn der Teig homogen ist, mindestens eins Stunde kaltstellen.

Inzwischen die Zutaten für die Creme zusammenrühren. Nun eine Form fetten, mit Mehl bestäuben, mit zwei Drittel der Teigmenge auslegen und den Rand hochziehen. Die Creme darauf geben und aus dem restlichen Teig ein Gitter dekorieren. Das Ganze bei 200 Grad etwa eine Stunde backen.

Jubiläumsblogevent 56: Spargel-Schinken-Tarte

Kochblog-Event, Kost

Zorra feiert den fünften Geburtstag ihres Kochblog-Events und das Thema lautet Brunch, der britische Breakfast-Lunch.

Zu einem guten Brunch gehört eine gute Tarte, ich habe mich zeitgemäß für eine Spargel-Schinken-Tarte entschieden, die eine sehr schöne geschmackliche Mischung aus Spargel, Schinken und Ei ergibt. Als Teig dafür mag ich den geriebenen Teig, der schön knusprig wird, aber nicht so mürb und fett wie ein Mürbteig.

Teig
340g Mehl
170g Butter
6g Salz
85ml Wasser

Belag
1000g Spargel
500g gekochter Schinken

Guss
350ml Sahne
150ml Milch
60g Mehl
6 Eier
Salz, Pfeffer, Muskat, Paprika

Die Mengen sind so angegeben, wie im mir vorliegenden Rezept. Allerdings würde ich nächstes Mal vom Belag nur die Hälfte nehmen und beim Guss die Milch weg lassen. Dazu mehr im Folgenden. Für den Teig Salz im Wasser auflösen. Kalte Butter mit den Händen schnell in das Mehl reiben, dann das Salzwasser zufügen, den Teig zusammendrücken und dabei wenig kneten. Für mindestens eine halbe Stunde kaltstellen. Dann eine gefettete Springform mit dem Teig auslegen. Wenn man, wie empfohlen, nur die Hälfte des Belags nimmt, reicht eine flache Tarteform.

Für den Belag, den Spargel halbieren, wir haben uns den Luxus von Spargelspitzen geleistet :-), dann je zwei oder drei Spargelstücke in eine Scheibe Schinken wickeln und mit diesen Päckchen die Form auslegen. Mit der vollen Menge Belag gibt es zwei Schichten, mit der halben Menge eben nur eine Schicht, was für meine Begriffe vorteilhaft gewesen wäre.

Nun folgt der Guss. Alle Zutaten zusammen rühren, zum Schluss die Eier. Der angegebene Guss war etwas zu flüssig, da der Spargel Wasser zieht. Also einen Teil Milch oder Sahne weg lassen. Backen bei 200 Grad, Tendenz fallend. Die große Menge war über eine Stunde im Ofen, bei der flachen Form reichen vielleicht 45 Minuten.

Als Wein empfiehlt sich ein milder, aber kräftiger Weißer, nicht zu spritzig und nicht zu fad. Zum Brunch passt auch etwas Blubberndes, ein gereifter Sekt oder Champagner etwa.