Mit Bergkäse überbackener und gerösteter Topinambur

Kost

Ich weiß, viele von Euch sind schon im Bärlauchmodus. Bei mir lag aber noch ein ganzer Schwung Topinambur im Boden, den ich noch ausgraben und verbrauchen wollte, eher er im Frühjahr beginnt, sich wieder völlig haltlos auszubreiten. Mit Bergkäse überbacken ergibt Topinambur ein köstliches Gericht, da die beiden strengen Geschmacksnoten sich sehr gut ergänzen. Hinzu kommt eine leichte Säure von der Zitrone und den Kirschtomaten. Dieses Gericht eignet sich als würzige Vorspeise oder mit Brot oder Reis als Hauptgericht (je nachdem, wie viel Topinambur man da hat.)

Die Mengenangaben sind nur so ungefähr, ergeben sich aber logisch aus der Backform, die man verwendet.

Ca. 500 g Topinambur
250 g Kirschtomaten
Eine Zitrone
Ein guter Klotz Bergkäse
Ein paar Zweiglein Thymian
Salz, Pfeffer und etwas Kümmel

Die Zitrone abreiben, Schale aufheben und dann den Saft in eine Schüssel mit Wasser geben. Den Topinambur schälen und in ca. 1 cm breite Scheite schnitzen, und die Schnitze sofort in das Zitronenwasser geben (sonst oxidieren sie und werden braun). Die gewünschte Backform fetten und den abgetropften Topinambur darin verteilen, würzen mit der Zitronenschale, Thymian, Salz, Kümmel und Pfeffer. Dann bei 200 Grad in den Ofen, bis der Topinambur weich ist und etwas angeröstet. Das dauert ca. 45 min.

Inzwischen den Käse grob schneiden und die Kirschtomaten halbieren. Wenn der Topinambur soweit ist, die Form aus dem Ofen holen und mit Käsescheiten belegen und zum Schluss die Tomaten locker darauf verteilen. Nun unter dem Grill kurz überbacken. Die Tomaten sollten am Schluss nicht komplett zermatsch sein.

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Spätzle mit Walnuss-Topinambur-Sauce

Kost, Wein

Ich trau es mich kaum zu sagen, aber der Topinambur macht die Nusssauce nussiger… Aber fangen wir von vorne an. Aufgrund einer vegetarischen Mitesserin war ich auf der Suche nach einem Speckersatz bei diesem Rezept. Tatsächlich habe ich mit Topinambur eine wunderbare Alternative gefunden, denn er bekommt kleingeschnitten und geröstet eine ähnliche kernige Konsistenz wie der Speck und hat ebenfalls einen eigenen, sehr würzigen Geschmack, der dem etwas schwerfällige Walnuss-Pesto den richtigen Kontrapunkt gibt.

Zutaten
Walnusskerne
Topinambur
Knofi
Öl
Salz, Pfeffer
Petersilie

Spätzle (wie hier)

Rezept:
Diesmal hab ich die Kerne im Ofen geröstet. Das hat zwei Vorteile: Sie bekommen einen raffinierten Geschmack und man kann die etwas bittere Haut abziehen. Wenn man fertige Kerne kauft, hat man dieses Problem freilich nicht. Dann die Kerne fein pürieren.

spätzle1

Der Topinambur wird geschält, was etwas sperriger ist als bei Kartoffeln, und dann in feine Würfel geschnitten. Diese in Öl langsam rösten, bis sie schön goldbraun geworden sind. Schließlich den fein gehackten Knofi zufügen und kurz mitdünsten.

spätzle2

Wichtig: Den Topinambur nicht mitpürieren, sonst geht der kernige Effekt verloren. Alles zusammenrühren und mit Petersilie, Salz und Pfeffer abschmecken.

spätzle3

Nun kocht man die Spätzle. Wenn sie fertig sind, fügt man so viel Kochwasser in den Walnussbrei, bis die gewünschte sämige Konsistenz entstanden ist.

spätzle4

Da es sich doch um ein stark toskanisiertes schwäbisches Rezept handelt, tranken wir einen Rosso di Montalcino 2009 von La Poderina, allerdings im Schwabenbecher. Das hat ihm nicht geschadet. Er ist inzwischen sehr mild, zeigt noch ein bisschen Biss, pflaumige Noten und der Alkohol mit 13,5% ist sehr gut eingebunden.

rosso

Topinamburernte

Kost

Wer ihn einmal im Garten hat, wird ihn nicht mehr los, den Topinambur. Ich mag ihn trotzdem, die Ausbeute ist sehr ergiebig und hält den ganzen Winter über. Die Knollen lager ich in der Erde und hoffe, das keine Wühlmäuse sie finden 🙂 Topinambur hat in der Küche ähnliche Eigenschaften wie die Kartoffel, schmeckt aber nussiger. Ich mag sie am liebsten roh im Salat.