Der Pilz ruft

Kost

Im Sommer und Frühherbst hatte ich so wenige Pilze gesehen, dass ich kaum mit so einer Ausbeute wie heute gerechnet habe. Trotz der Kälte wachsen sie, und zwar in großen Mengen. Heut gab es:

pilze

Rotfußröhrlinge, Braunkappen, Safran-Schirmlinge (Schnittstellen bluten Safranrot) und ein Violette Rötelritterlinge. Und alle in großen Mengen…

Waldpilze

Kost

Mir wurde schon erzählt, dass dieses Jahr die Wälder voller Pilze sind. Als ich die Massen gesehen habe, war ich dennoch überrascht. An manchen Stellen ist das Unterholz übersät mit riesigen gelben Trichtern, dichte Hexenringe ziehen Kreise zwischen den Bäumen, auf jedem morschen Stumpf  drängen sich Kolonien an kleinen Hütchen zusammen und unter jedem Baum klappt der Sammler das Pilzbuch wieder auf, weil er eine weitere Sorte entdeckt hat. Während eines kurzen Spaziergangs haben wir gefunden:

Schopftintling, Fichtenreizger, Espen-Rotkappe, Stäubling und den Violetten Rötelritterling (einer meiner Lieblingspilze. Der blumige Duft hält sich auch in der Pfanne). Pech hatte ich mit den Täublingen, alle waren ungenießbar. Normalerweise finde ich immer einen guten 🙂

Die wichtigsten Regeln beim Pilzesammeln kennt Ihr ja!

– Alle tödlich giftigen Pilze kennen (Knollenblätterpilz, Rauköpfe, Gifthäubling, Lorchel…)

– Verwechslungen kennen: Champignon-Knollenblätterpilz, Stockschwämmchen-Gifthäubling, Morchel-Lorchel

– Pilze immer lange kochen (15-20 Minuten), nur die wenigsten lassen sich roh essen (Steinpilz, Pfifferling, Champignon)

– Pilzgerichte nie aufheben, die Zersetzung setzt schnell ein.

Ich sammle zwar auch mit Bestimmungsbuch, sonst lernt man nie neue Sorten kennen, bin aber sehr großzügig beim Aussortieren: im Zweifel gegen den Angeklagten.