Genuss mit R

Bloggen und Medien, Kost, Wein

Was soll das r in flickr, Locr, zoomr oder xzyr? Ich weiß es nicht, Thomas Lippert und Theo Huesemann wissen es auch nicht, aber fehlen soll es nicht, bei GenussR, dem neuen Projekt der beiden.  Eigentlich ist es ja das Projekt eines Projekts, denn GenussR berichtet als Blog über die Entstehung eines neuen Weinmagazins: „Dieses Blog dient dazu, Ideen zu spinnen und diese zur Diskussion zu stellen und mitzuteilen, was Stand der Dinge ist.“, schreiben die Autoren. Geplant ist auch der Besuch einiger Barcamps nächstes Jahr, und das neue Projekt soll im Mittelpunkt der Internetaktivität der beiden stehen. Hoffen wir mal, dass es darüber mit dem Winzerblog nicht bergab geht.

Auf alle Fälle wünsche ich den beiden viel Erfolg und auch das bisschen Glück, das neben allem Fleiß erforderlich ist 🙂 Eine Lachnummer wird es bestimmt nicht.

Südafrika-Rauschen im Bloggerwald

Bloggen und Medien, Wein

Thomas ist im Winzerblog aufgefallen, dass in letzter Zeit viel über südafrikanischen Wein geschrieben wurde, und er fragt sich: „Ich bin ja nur Kellermeister, trotzdem frage ich mich ob das wirklich Zufall ist?“. In der anschließenden Diskussion schienen sich die Beteiligten, darunter auch Südafrika-Fan Mario Scheuermann, erst einmal einig, dass es sich nicht um eine gezielte Werbekampagne handelt: „Was ist daran erstaunlich, wenn in Südafrika eine der wichtigsten Weinmessen der südlichen Hemisphäre stattfindet, und Kollegen berichten darüber?“, fragt Scheuermann.

Doch dann wendet sich plötzlich die Diskussion, als sich Petra Mayer von der deutschen Presseagentur Südafrikas zu Wort meldet und auf die Frage von Thomas: „Es scheint manchmal so, als ob Trends gesetzt werden, aber keiner weiß von wem?“, antwortet: „Also Zufall ist das sicher nicht, verehrter Winzerblogger. Wenn Sie wirklich das Geheimnis lüften wollen, dann wäre ich vielleicht die Person die Ihnen verraten kann, wie es geht.“ Selbstbewusst fährt sie fort: „Es werden in den kommenden Monaten einige Artikel über südafrikanische Weine erscheinen“.

Das Fazit von Thomas lautet, „Im Grunde genommen beantworten Sie ja alle Fragen von selbst“. Leider sagt Frau Mayer nicht, wieso sie sich so sicher ist, auch auf meine Nachfrage nicht. Der Ton ihres Statements lässt keinen Zweifel daran, dass sie vom Erfolg ihrer PR-Kampagne überzeugt ist. Dennoch muss sie zugeben: „Leider ist es mir nur noch nicht gelungen, ein deutsches Weinland von unseren Ideen und Ansätzen zu überzeugen.“

Ich persönlich, als Journalist, meine, dass PR-Leute ihren Einfluss oft überschätzen. Gelingt eine Kampagne, klopfen sie sich auf die Schultern, misslingt sie jedoch, gibt es tausend Gründe, warum. Die Kampagne mag noch so gut sein, wie sie will, wenn der Inhalt nicht stimmt, also das wofür hier geworben wird, so herrscht Windstille im sonst zügigen Blätterwald. Das sei allgemein gesagt. Ich beziehe es nicht auf südafrikanischen Wein, gegen den ich nichts einzuwenden haben. Aber wenn wir künftig etwas über südafrikanischen Wein lesen, wissen wir wenigstens, warum.